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13.07.2008

Sarkozy und Mubarak übernehmen Vorsitz der Mittelmeer-Union

Frankreich und Ägypten haben in Paris offiziell den Vorsitz der Mittelmeer-Union übernommen. "Der europäische Traum und der Traum des Mittelmeers sind voneinander nicht zu trennen", sagte der französische Präsident Nicolas Sarkozy zum Auftakt des Gründungstreffens.

Französischer Präsident mit Amtskollegen Die gemeinsame Präsidentschaft beider Länder sei ein Symbol für die neue Solidarität zwischen den Staaten südlich und nördlich des Mittelmeeres. So wie die Europäer nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Gewalt überwunden hätten, seien nun die Länder rund ums Mittelmeer gefordert, sich um den Frieden zu bemühen, sagte Sarkozy.

Sein ägyptischer Amtskollege Husni Mubarak warnte vor einer Bevölkerungsexplosion in den Ländern südlich Mittelmeeres.
"Was wird dies für Folgen im Norden haben?", frage Mubarak und warnte vor einer wachsenden Migrationsbewegung.

Im Grand Palais in der Pariser Innenstadt kamen Vertreter von mehr als 40 Staaten der EU und der Mittelmeeranrainer zusammen. Ziel des neuen Bündnisses ist unter anderem die Säuberung des Mittelmeers, der Aufbau neuer Verkehrswege in Nordafrika sowie ein gemeinsames Vorgehen gegen den Terrorismus.

Über den Wortlaut der Abschlusserklärung wird derzeit noch immer verhandelt. Unklar ist unter anderem der Status der Arabischen Liga.
(sda)



Solchen Meldungen dürfen wir die ungekürzte Aufmerksamkeit schenken:

Gelesen auf Bluewin: 12.06.2008

Kanadas Premier entschuldigt sich bei indianischen Ureinwohnern

In einer als historisch bezeichneten Rede hat sich der kanadische Premierminister Stephen Harper bei den indianischen Ureinwohnern des Landes für jahrzehntelange Misshandlungen entschuldigt.
Es sei falsch gewesen, die Kinder der Ureinwohner aus ihren Familien und Gemeinschaften zu reissen, um sie in speziellen Internaten ihrer Kultur, Sprache und Traditionen zu berauben, sagte Harper.
Mit diesem Programm habe man versucht, "den Indianer im Kind zu töten".
Die zwangsweise Unterbringung der Kinder in den Heimen habe auch Misshandlungen ermöglicht. Er sprach von einem "traurigen Kapitel" in der Geschichte des Landes.

"Im Namen der kanadischen Regierung und aller Kanadier stehe ich vor Euch (..), um mich für die Rolle der kanadischen Regierung in dem Indianer-Internats-System zu entschuldigen", sagte Harper.

Phil Fontaine, Chef der Versammlung der ersten Nationen, in der sich die kanadischen Ureinwohner organisiert haben, und selbst Opfer der Umerziehung, trat in vollem indianischen Kopfschmuck vor die Abgeordneten.
"Tapfere Überlebende, die ihre leidvollen Geschichten erzählt haben, haben der weissen Vormacht ihre Autorität und Legitimation entrissen", sagte er. "Manchmal schneiden die Erinnerungen an die Internate wie gnadenlose Messer in unsere Seelen. Dieser Tag wird uns helfen, den Schmerz hinter uns zu lassen."

Von 1870 bis in die 1970er Jahre hinein waren in Kanada Kinder der Ureinwohner in zumeist kirchlich geführten Heimen zwangsassimiliert worden. Vielfach kam es zu Misshandlungen und sexuellem Missbrauch.
(sda)







12.06.2008

US-Regierung unterliegt in Guantánamo-Verfahren

Schwere Schlappe für die Regierung von George W. Bush: Das Oberste US-Gericht hat entschieden, dass die Häftlinge im Lager Guantánamo Bay auf Kuba ihre Gefangen-schaft vor amerikanischen Zivilgerichten anfechten dürfen.

Das war den ausländischen Terrorverdächtigen, die von der Regierung zum Teil schon seit sechs Jahren als "ungesetzliche feindliche Kämpfer" festgehalten werden, bisher verweigert worden.

Rechtsexperten sprachen von einem Urteil von möglicherweise enormer Tragweite.

Es war das dritte Mal in vier Jahren, dass die höchste Instanz den Häftlingen das Recht einräumte, vor Zivilgerichte zu ziehen. Jedes Mal hatte die US-Regierung jedoch mit Hilfe des damals noch republikanisch beherrschten Kongresses Gesetze geändert, um die bisherigen Regeln beibehalten zu können.

Ausserdem wurde ein Verfahren zur jährlichen Überprüfung des Status von jedem einzelnen Gefangenen eingeführt. Dabei wird von einem militärischen Gremium in einer Anhörung entschieden, ob der jeweilige Häftling in Gewahrsam bleibt, freigelassen oder an sein Heimatland überstellt wird. Während die US-Regierung darin eine faire Praxis sieht, ist ihr Vorgehen international auf massive Kritik gestossen.

Die Entscheidung des Obersten Gerichts fiel mit fünf zu vier Stimmen. Danach kam die Richter-Mehrheit zu dem Schluss, dass ein seit dem Mittelalter geltendes Grundrecht, das jedem Menschen die Anfechtung seiner Gefangenschaft vor einem Gericht erlaubt, auch für die Guantánamo-Häftlinge zu gelten hat.

In dem Gefangenenlager werden zurzeit etwa noch 270 Männer festgehalten, fast alle von ihnen ohne Prozess und sogar ohne jede Anklage. Unter den Häftlingen befinden sich auch fünf "mutmassliche Hauptverantwortliche" der Anschläge vom 11. September.
Der Richterspruch könnte eine Prozesslawine der Gefangenen nach sich ziehen. Das Urteil dürfte ihnen die Türen zu Bundesgerichten auf dem Gebiet der USA öffnen.
(sda)




Zufälle gibt’s die gibt’s gar nicht

Die Hauptausrede welche die Apologeten des offiziellen Ablauf der Ereignisse vom 11. September 2001 benutzen ist, es ist alles nur Zufall und wir Wahrheitssucher geheimsen viel zu viel da hinein, wir sind alle Verschwörungsspinner. Nur, können das wirklich alles nur Zufälle sein?

Lesen Sie über die vielen Zufälle hier:

http://www.aliasinfo.ch/Politik%20und%20Wirtschaft/Ueber-Wachung/zufaelle.htm





Das Ende der liberalen Demokratie

Joachim Hirsch

Der Begriff Demokratie hat historisch sehr Unterschiedliches bedeutet, von der antik-griechischen Herrschaft der vereinigten Sklavenhalter bis zu den modernen bürgerlich-kapitalistischen Formen. Der staatssozialistische Pleonasmus „Volksdemokratie“ verrät, dass es dabei mit der Volksherrschaft immer schon ein Problem gab. Da politische Herrschaftsformen sehr wesentlich mit den jeweils vorhandenen ökonomischen Strukturen und Klassenbeziehungen zusammenhängen, verändern sie sich mit diesen, und somit auch das, was unter Demokratie verstanden wird. Die mit der neoliberalen „Globalisierung“ verbundenen ökonomischen und gesellschaftlichen Umwälzungen bewirken, dass sie liberalkapitalistische Demokratie, so wie sie sich im 18. und 19. Jahrhundert herausgebildet hat, den Charakter eines Auslaufmodells erhält. Wie einige Zeitdiagnostiker meinen, befinden wir uns bereits im Zeitalter der „Post-Demokratie“.

Zwischen der Entstehung der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft und der Durchsetzung der liberalen Repräsentativdemokratie besteht ein enger Zusammenhang. Mit der Auflösung feudaler Abhängigkeiten und ständischer Strukturen setzten sich Markt- und Vertragsverhältnisse durch, die den Ideen von allgemeiner Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung eine materielle Grundlage verschafften. Zugleich entstanden mit dem modernen Territorialstaat räumlich einigermaßen klar abgegrenzte Gesellschaften, relativ geschlossene ökonomische Reproduktionszusammenhänge und damit schließlich ein politisch definiertes, einer Zentralgewalt unterworfenes und mit gewissen staatsbürgerlichen Rechten ausgestattetes Volk. Dies stellt zusammen mit der Existenz einer handlungsfähigen, damit verantwortlichen und kontrollierbaren Regierung eine wesentliche Voraussetzung für die moderne Form der liberalen Repräsentativdemokratie dar. Diese musste allerdings erst mühsam erkämpft werden und blieb durch die kapitalistischen Produktions- und Eigentumsverhältnisse in ihrer Reichweite strukturell beschränkt. Weil sich in der bürgerlichen Demokratie ökonomischer Despotismus in der Wirtschaft mit formeller politischer Gleichheit und Freiheit verbindet, wird sie durch einen grundsätzlichen Widerspruch geprägt und dieser als institutionalisierter Klassenkampf erscheinende Widerspruch bewirkt eine eigene Dynamik der politisch-sozialen Konflikte und Kämpfe. Der enge Zusammenhang von modernem Nationalstaat und bürgerlicher Demokratie bewirkt, dass sich demokratische Verhältnisse bislang nur auf einzelstaatlicher Ebene herausbilden konnten. Liberale Demokratie hat daher nie umfassende Selbstbestimmung des Volkes bedeutet, sondern beschränkte sich auf gewisse Mitwirkungsrechte kleinerer und privilegierterer Teile der Weltbevölkerung an den sie betreffenden Entwicklungen und Entscheidungen. Unter den Bedingungen der neoliberalen Transformation des Kapitalismus und des Staatensystems steht diese politische Form wieder einmal zur Disposition. Entscheidende Grundlagen demokratischer Institutionen und Verfahren sind in Frage gestellt. Angesichts der Tatsache, dass Politik immer stärker dem Diktat ökonomischer Sachzwänge unterworfen worden ist, muten Begriffe wie „demokratische Selbstbestimmung“ oder „Volkssouveränität“ heute tatsächlich einigermaßen antiquiert an.

Lesen Sie den ganzen Artikel auf:                                                                             http://www.links-netz.de/K_texte/K_hirsch_postdemokratie.html





Die Welt ist (k)eine Ware

Von Ernst Lohoff

Der Antiglobalisierungsprotest hat sich als Bewegung gegen den Neoliberalismus formiert. Zwar gehen die Vorstellungen, wie die herrschende Ordnung zu kritisieren sei, im Protestspektrum weit auseinander. Auch darüber, wie der Weg in eine menschlichere Gesellschaft aussehen könnte, herrscht nicht gerade Einigkeit. Alle aber erkennen im neoliberalen Traum vom totalen Markt einen Alptraum.

Diese Engführung auf Neoliberalismuskritik erklärt die erstaunliche Resonanz, die der Protest in den letzten Jahren gefunden hat. Sie stellt ihn gleichzeitig aber vor grundsätzliche Orientierungsprobleme. Denn obwohl die Politik der kapitalistischen Mächte und internationalen Organisationen keinen Millimeter sozialer oder ökologischer geworden ist, droht dem Protest nun die vertraute Frontstellung abhanden zu kommen. Die offizielle Politik ist nämlich längst dabei, bei der wirtschaftspolitischen Steuerung vom klassischen neoliberalen Projekt abzurücken. Angesichts des Absturzes der New Economy haben nach Japan auch die USA das Steuer herumgerissen. Um dem Rückschlag geplatzter spekulativer Blütenträume auf die Realökonomie gegenzusteuern und einen Entwertungsschock zu verhindern, bleibt der Bush-Regierung nur der Griff in die keynesianische Instrumentenkiste. Das Zinssenkungsstakkato der amerikanischen Zentralbank und das explodierende Haushaltsdefizit stehen für eine kuriose Wendung: Die Fortsetzung der börsenkapitalistischen Dynamik mit genau jenen steuerungspolitischen Mitteln, mit deren Hilfe ATTAC sie abbremsen wollte.

Lesen Sie den ganzen Artikel auf:                                                                            http://www.streifzuege.org/texte_andere/str_autor_wahl-brand-lohoff_quo-vadis.html




The World Parliament Experiment at ISFiT 2007

Students creating political history

(24.02.07)

- I have the feeling we are watching the future leaders of the world, says professor of international law, Andrew Strauss, summing up the impression of the international observers in Trondheim, Norway. The biggest experiment ever on a World Parliament has just been carried out.

The experiment took place yesterday during the International Student Festival in Trondheim (ISFiT), the largest student conference in the world, hosted by The Norwegian University of Science and Technology. 450 students from about 130 countries took part in the experiment, voting over an international intervention in Darfur. They were divided into 18 constituencies, ending up with a final resolution.

– We are glad to be able to contribute to the theory about global governance by conducting such a ground scale experiment, comments the President of ISFiT, Martin Fredus Svarva. Emphasizing that ISFiT does not take a stand for or against such a world parliament, the President hopes the experiment might be a reference point for future discussions.

Norwegian students arranging the conference have been working hard planning the experiment, and the effort was truly appreciated. German professor and founder of an internet-based World Parliament Experiment (WPE), Mr Rasmus Tenbergen, pointed out that this is the first real WPE with participants from all over the world. – Today you made history, he claims excitedly.

ISFiT has been arranged every second year since the start in 1990. The conference of 2007 has the theme of globalization and is currently taking place in Trondheim of Norway. For more information see www.isfit.org or www.isfit.org/pressroom

– I have the feeling we are watching the future leaders of the world, says professor of international law, Andrew Strauss, summing up the impression of the international observers in Trondheim, Norway.

– Today you made history, Mr Rasmus Tenbergen claims excitedly. The german professor and founder of an internet-based World Parliament Experiment (WPE), Mr Rasmus Tenbergen, pointed out that this is the first real WPE with participants from all over the world.

Erfahren sie mehr darüber:                                                    http://www.tgde.org/isfit/

A World Parliament is possible, if YOU join it!

We believe that another world is possible. But what does this new world look like? The World Parliament Experiment (WPE) is not just against the current world order, it is a positive vision of a fully democratic world, in which everybody will take part and have a say.

This is why the WPE is YOUR democracy. It is your forum to vote, to elect, to express your opinions, and be elected as a representative!

The WPE allows political activity on the national and the local level: It is linked to national democracy experiments and it includes regional forums.

Everybody is invited to create its own Parliament Experiment on the national, regional or local or even the individual level. Just send us an e-mail regarding your plans, and we will try to set up your individual space on the world-parliament.org server. The WPE Team will provide you with all the technical support you will need for setting up your own Parliament Experiment.

The WPE is the internet platform for political discussions. Besides elections, the forum allows you to debate, discuss and share your views in a truly international environment!
The WPE results will be introduced into the international political process as claims to decisions-makers. Therefore, the WPE is a real political factor. The more people participate, the more powerful the WPE will become.

Imagine the opportunities of such a global forum! Imagine the combined power of all its participants! Imagine a real World Parliament!

Your World Parliament Experiment Team

For more information on desirability and potential of this project please see the Essay “Towards a World Parliament”.

Machen Sie mit:                                                                          http://www.tgde.org/





Globalisierung - ein Mythos?

Interessanter und heute sehr aktueller Artikel von Paul Treanor 24.04.1997 

Alle Welt spricht von der Globalisierung, die alles verändern wird. Hängen wir damit nur einem Glauben an, der uns vermeintlich eine Orientierung und einen Sinn der Entwicklung verschafft, der aber grundlos ist? Paul Treanor ist Globalisierungsdissident und versucht, die ideologischen Grundlagen dieses Begriffs zu untergraben. Warum glauben die Menschen an die Globalisierung? Eine Antwort könnte sein, weil sie nationalistisch sind. Nationalstaaten sind noch immer die herrschenden Gesellschaftsstruktur auf diesem Planeten. Die Anti-Nationalisten wissen das. Wer sagt, daß die "Globalisierung" die Nationen untergräbt, ist kein Anti-Nationalist, sondern im schlimmsten Fall gerade das Gegenteil. Die Globalisierungsmode kann eine Form der nationalistischen Propaganda sein. 

Der Inhalt des Globalisierungsmythos...

Lesen Sie den interessanten Artikel weiter auf: www.heise.de/tp/r4/artikel/1/1176/1.html                





Strukturen des Aufbruchs
Von der Konkurrenzgesellschaft zur Solidargemeinschaft u.a. mit Beiträgen von Bernd Senf
von Vladimir Svitak

Warum dieses Buch entstand - und was es bringt 

Das Buch entstand im Wesentlichen aus zwei Gründen:

1.) Mein ganzes Leben im privaten sowie im unternehmerischen Bereich ist stark von Erfolgsstrategien geprägt. Da ich mithilfe der Erfolgsstrategien alle Tiefen meines Lebens überwinden und schließlich innerhalb von zehn Jahren ein weit größeres Vermögen erwirtschaften konnte als die meisten Bundesbürger im ganzen Leben, bin ich von der Wirkung dieser Strategien tief überzeugt.

2.) Nachdem ich fünf Bücher über Erfolgsstrategien geschrieben hatte, dämmerte mir, was das eigentliche Kernproblem ist, das die Welt bedroht. Ich betrachtete bisher das alte verkrustete Denken als Hauptproblem, aber dann brachten mich einige Vordenker und Forscher, allen voran Helmut Creutz und Bernd Senf, zu der Erkenntnis, dass es noch tiefer liegende Ursachen gesellschaftlicher und individueller Fehlentwicklungen und Zerstörungsprozesse gibt: die destruktive Dynamik des Zinssystems sowie die Blockierung einer wahren lebens- und liebesfähigen Entfaltung des Menschen. Wenn mich diese Erkenntnisse erst so spät „erleuchtet" haben, ist es kein Wunder, dass die breite Öffentlichkeit und die Politik Aufklärungsbedarf haben. Dies drängt mich, meine Erfahrungen weiterzugeben, um Wege zu Verbesserungen ebnen zu helfen.

Zu Punkt 1: Uns Deutschen geht es relativ gut. Die Politik und die Welt stecken aber in einer tiefen Krise. Vielleicht kann meine Biographie zeigen, dass gute Strategien auch aus schier ausweglosen Situationen zum Erfolg verhelfen können.

Ich wurde Ende 1925 als Sohn eines Kleinunternehmers im Sudetenland geboren. Mit 15 Jahren studierte ich bereits eine Erfolgsstrategie von Dale Carnegie, die noch heute ein Bestseller ist. Das Thema beschäftigte mich auch während meines Kriegsdienstes, und noch vor Kriegsende erarbeitete ich einen schriftlichen Plan für mein Leben nach dem Kriege, den ich bis zur Machtübernahme der Kommunisten in der CSR 1948 Schritt für Schritt realisierte. Auch später diente er mir als Leitfaden.

Nach dem Krieg verloren meine Eltern alles. Ich selbst leitete bereits als 20-jähriger einen mittleren Industriebetrieb und wurde später Unternehmensdirektor eines CSR-Staatsunternehmens, als Parteiloser, weil das Unternehmen den Plan nur zu 65 Prozent erfüllte, so dass ich der einzige Bewerber war. Ich führte sofort ein erfolgsabhängiges Lohnsystem ein und motivierte die Abteilungsleiter, indem sie neben der Planerfüllung Pflichten und Rechte übertragen bekamen, fast wie freie Unternehmer. Dadurch gehörte das Unternehmen bald zu den besten und wurde oft ausgezeichnet.Nach sechs Jahren wurde ich wegen meiner „kapitalistischen" Führungsmethoden abgesetzt, gleichzeitig drohte mir ein Verfahren wegen „Missbrauch der Funktion eines öffentlichen Organs", worauf damals 5 - 10 Jahre Gefängnis standen. Es kam nie zu einer Anklage, aber ich lebte zwei Jahre in Angst. Erst im Prager Frühling wurde das Verfahren eingestellt, und ich konnte das Institut für Revision, Organisation und Führung gründen, das erstmals marktgerechte Managementmethoden in die marode CSSR-Wirtschaft einführte. Für die Regierung und den Vater der Wirtschaftsreform, Prof. Dr. Dr. Ota Sik, erarbeitete ich den Gesetzentwurf für die teilweise Privatisierung der Wirtschaft.

Das Institut für Revision, Organisation und Führung entwickelte sich erfolgreich, auch noch nach dem Russeneinmarsch von 1968. Allerdings hat man 1969, als die ultrakommunistische Regierung eingesetzt wurde, meinen führenden Gesellschaftern, Universitäts-Professoren und anderen Persönlichkeiten die Mitarbeit im Institut verboten, meinen Gesetzentwurf für antisozialistisch und kapitalistisch erklärt und mir nach neunjähriger nebenberuflicher, erfolgreicher Absolvierung von zwei Studiengängen die Promotion 24 Stunden vor dem Festakt verweigert mit der Begründung, ich hätte die Universität für „mein" Institut missbraucht. Diese drei zeitgleichen haarsträubenden Maßnahmen, die nur in einer unmenschlichen Diktatur möglich waren, bewegten mich, Hals über Kopf in die Bundesrepublik zu flüchten, wo mir später die Promotions-Dokumente doch noch zugestellt wurden.

Hier fing ich mit 44 Jahren zum zweiten Mal bei Null an. Bereits 1970 gründete ich mit Hilfe des ebenfalls emigrierten Vize-Ministerpräsidenten und Wirtschaftsministers der CSSR, Ota Sik, ein internationales Dienstleistungs- und Fertigungsunternehmen, das versuchte, die Ideen des Prager Frühlings unter westlichen Bedingungen umzusetzen. Wir hatten wirtschaftlich großen Erfolg, aber 1975, als unser größter Auftraggeber für zwei Hochhäuser Pleite ging, wurde unser junges Unternehmen mit in den Abgrund gerissen. Dabei verlor ich privat 200.000 DM und stand zum dritten Mal bei Null. So fing ich mit 50 wieder an, intensiv Erfolgsstrategien zu studieren. Diese halfen mir nach langer Vorbereitung ENERGOPLAN zu gründen, ein Beratungsunternehmen, das innerhalb von fünf Jahren zum größten seiner Art gedieh - mit 100 Gesellschaftern und 1500 Mitarbeitern. Mit ENERGOPLAN arbeiteten auch deutsche und französische Minister zusammen. Über die Erfolge strahlte das ZDF einen 45-minütigen Film aus. Ich erreichte fast alles, was ich mir erträumt hatte, und ging 1985 als Ehren-Vorstandsvorsitzender in den Ruhestand.

1990 sah ich für Osteuropa die Chance, bei der Einführung der Marktwirtschaft nicht nur offensichtliche Fehler des Kommunismus, sondern auch solche des Westens zu meiden. Deshalb stellte ich bis 1992 mein Strategiewissen als Ministerberater den ostdeutschen Ländern sowie der CSFR zur Verfügung. Damals haben mich zwei Prager Minister gebeten, westliche Erfolgsstrategien in Buchform zusammenzufassen. So schrieb ich für Osteuropa eine Trilogie, d. h. je ein Buch für den persönlichen, für den unternehmerischen und für den nationalen Erfolg. Beim dritten Buch wirkten 36 Ko-Autoren aus elf Nationen, z. B. Minister, Spitzenparlamentarier, Universitätspräsidenten, Kardinäle, Unternehmer und Gewerkschaftler mit. Unter ihnen war auch der Parlamentspräsident der CSFR, Alexander Dubcek, die Symbolfigur des Prager Frühlings. 1994 erschien mein Buch „Zukunft Deutschland". Als verbesserte zweite Auflage erschien 1997 die „Zukunfts-Strategie", an der 26 deutsche Ko-Autoren, u. a. auch Altbundeskanzler Schmidt, mitwirkten.

Zu Punkt 2: Das Festhalten der Politik an alten Erfolgsmustern führte häufig zur falschen Beratung der osteuropäischen Länder. Deshalb wurde auch Erhaltenswertes zerstört, und es wachsen gerade dort die kapitalistischen Schwächen am schnellsten, z. B. in Russland Kriminalität und Ungerechtigkeit. Die Bürger der neuen Bundesländer spüren (zumindest unbewusst) am ehesten die Mängel unseres West-Systems, denn auch sie haben das ineffektive und unfreie, wenngleich eine gewisse soziale Sicherheit bietende Ost-System kennen gelernt. 1989 fieberten fast alle dem Westen entgegen. Nach zehn Jahren sind aber die meisten von der Entwicklung mit ihren wachsenden sozialen Gegensätzen enttäuscht.

Während sich weltweit die krisenhaften Entwicklungen in vielen Bereichen unübersehbar zuspitzen, mangelt es noch an wirksamen Strategien zur Lösung der Probleme. Vielfach handelt es sich nur um ein mehr oder weniger hilfloses Kurieren an Symptomen. Um so weniger ist die Politik in der Lage, die zunehmend aufflammenden Kriege und größten Grausamkeiten zu verhindern, die bei rechtzeitiger und konsequenter Anwendung richtiger Strategien vermeidbar gewesen wären.

Worauf es deshalb notwendig ankommt, ist eine um sich greifende Einsicht in die wesentlichen tieferen Ursachen der Krisen. Erst dadurch eröffnen sich zukunftsweisende Strategien und Wege zu ihrer Überwindung.

Damit tatsächlich ein Umbruch erreicht wird, enthält dieses Buch eine Auswahl der bewährtesten Erfolgsstrategien. Es wurden die wichtigsten Erfolgsfaktoren aus verschiedenen Lebensbereichen, bezogen auf Menschen, Unternehmen, Politik und Natur, zu einem System vernetzt. Denn ohne persönlichen Erfolg gibt es keinen unternehmerischen und ohne diesen keinen gesellschaftlichen Erfolg. Andererseits schafft der gesellschaftliche Erfolg durch die Politik Rahmenbedingungen für den persönlichen wie den unternehmerischen Erfolg. Durch die richtige Anwendung der Erfolgsstrategien in allen Bereichen ergänzen und verstärken sich diese gegenseitig und ebnen den Übergang der Industriegesellschaft zur Informations- und Gesundheitsgesellschaft.

Das Erfolgssystem verbindet konservative Werte mit bewährten Strategien und visionären Neuerungen. Damit sollen nicht die einzelnen „Krankheitssymptome" behandelt, sondern wesentliche Ursachen der unbefriedigenden Entwicklungen aufgezeigt und überwunden werden. Und zwar auf einem evolutionären, der natürlichen Entwicklung entsprechenden Weg. Dennoch wird es sich um tiefgreifende Veränderungen handeln, die eine Denk- und Effizienzrevolution hervorrufen. Die Marktwirtschaft, in der bisher die Kampf- und Konkurrenzstrategie überwog, muss auf eine höhere Entwicklungsstufe gebracht werden, in der der Eigennutz im Einklang mit dem Gemeinwohl steht. Das Erfolgssystem basiert auf einer gegenüber der Konkurrenzstrategie weit effektiveren Kooperationsstrategie, die durch Innovationsstrategie ergänzt wird.

Die technischen Wissenschaften revolutionieren zunehmend den berauschenden Fortschritt. Demgegenüber gelingt es den Wirtscharts- und Politikwissenschaften bislang nicht, die bereits vorhandenen Erkenntnisse fruchtbar zu machen, die die gravierenden Weltprobleme lösen könnten, wie wachsende Arbeitslosigkeit, Kriege, Kriminalität, Terror, Korruption, Sekten- und Drogenabhängigkeit, Reformunwilligkeit sowie den Werteverfall, der die Menschen tatenlos zusehen lässt, wenn Verbrechen geschehen, und eine Politikverdrossenheit, die nur den Radikalen und Populisten nützt. In der jüngsten Zeit werden unübersehbar die zunehmenden Naturkatastrophen durch Klimaveränderungen, Gesundheitsgefährdung durch BSE, Fremdenhass bei der NPD, und kriminelles Profitstreben. Das alles hat gemeinsame Ursachen.

Ein Kernproblem besteht in dem derzeitigen Geld- und Wirtschaftssystem, das zwingend dazu führt, dass die Gesamtheit der Geldvermögen und damit auch der Schulden systembedingt rascher wachsen muss als das Bruttosozialprodukt auf Dauer wachsen kann. Es gibt bisher keine gesellschaftlich und wirtschaftlich verträglichen Mechanismen, um das Schuldenwachstum zu verlangsamen, geschweige denn die Schulden wieder abzubauen. Die Geschichte lehrt uns, dass diese Entwicklungen nicht beliebig lange durchhaltbar sind und letztlich immer in eine gesellschaftliche Katastrophe wie Krieg, Wirtschaftsdepression oder Hyperinflation einmünden, weil dies die bisher einzigen Mechanismen sind, durch die die Guthaben und damit auch die Schulden wieder vernichtet werden können. Es ist die größte politische Herausforderung für das 21. Jahrhundert, das Geld- und Wirtschaftssystem so umzugestalten, dass solche Entwicklungen vermieden werden.

Heute konzentrieren sich viele Staaten auf die drastische Kürzung der Staatsausgaben und auf den Abbau der Arbeitslosigkeit. Dieser Weg hat durch Rosskuren in einigen wenigen Ländern Teilerfolge gebracht, die aber die Löhne sinken ließen und nicht das Kernproblem lösen, so dass die Ungerechtigkeit und damit die Weltprobleme weiter wachsen. Denn die längst bewährte Grundregel der Erfolgsstrategien lautet: „Solange das Kernproblem nicht bewältigt wird, nützen andere Maßnahmen wenig. Sie verschlimmern eher die Lage, weil sie die Hauptlösung verzögern." Dies wird durch das Wachsen der Weltprobleme bestätigt.

Demgegenüber hat die Praxis tausendfach bewiesen, dass, wenn das Kernproblem gelöst ist, sich alle anderen Probleme wie von selbst lösen oder ihre Lösung wesentlich erleichtert wird. Während die Ausgaben für die sozial Schwachen gekürzt werden, führt das heutige Zinssystem zu einem exponentiellen Wachstum der Geldvermögen und der Schulden - und damit auch

Schon seit Jahrtausenden bemüht sich die Menschheit, die Ungerechtigkeit zu überwinden. Das führte bereits einige Male zu Veränderungen der gesellschaftlichen Systeme. Die Kommunisten z. B. haben versucht, die Gerechtigkeit auf Kosten der Freiheit zu realisieren, während der Westen weitgehend umgekehrt verfährt. Es fehlt der goldene Mittelweg. Die Marktwirtschaft hat sich als ein effizientes System bewährt. Solange aber das ungerechte Geld- und Zinssystem herrscht, das zwangsläufig die Kluft zwischen Reich und Arm zunehmend vertieft, funktioniert die Marktwirtschaft mangelhaft, und die Welt nähert sich trotz Fortschritt dem Abgrund.

Früher wirkte sich die Ungerechtigkeit nur auf die Menschen aus. Die Wunden, die man der Natur zufügte, konnte die Natur durch ihre Selbstheilungskräfte überwinden. Durch die jetzige Bevölkerungsexplosion und die überwältigende Technik wird der negative Einfluss der Menschheit auf die Natur so groß, dass die Wunden der Natur immer tiefer und zunehmend unheilbar werden. Deshalb nähern wir uns nicht nur einer gesellschaftlichen sondern auch einer Natur-Katastrophe. Die jüngsten Katastrophen-Opfer, z. B. in Italien und der Schweiz, zeigen uns, wohin wir verführt werden.

Unser System züchtet heute eine junge Finanz-Elite, die rücksichtslos nur den Gewinn sieht und die erfahrenen Manager bevormundet. Es deformiert die Natur und die Menschheit, vielen, vor allem Jugendlichen, nimmt es den inneren Halt. Das ungezügelte Profit- und Machtstreben verhindert auf unterschiedlichsten Gebieten bahnbrechende, zukunftsweisende Innovationen, wodurch der Gesundungsprozess blockiert wird. Konzerne fusionieren, und das Großkapital verdrängt zunehmend den lebensnotwendigen Mittelstand, zunächst am stärksten im Handel. Damit kann es eine Monopolstellung erreichen, die ihm ermöglichen wird, die ganze Menschheit zu manipulieren._. Nicht nur der Nobelpreisträger Günter Grass sieht klar, dass schon heute eher das Großkapital als die Demokratie regiert.

Denn die mangelhaften Strukturen unserer Demokratie, die seit ihrer Entstehung vor rund 200 Jahren kaum weiterentwickelt wurden, sind nicht in der Lage, die Wurzeln der Ungerechtigkeit und Gewalt zu beseitigen. Dies erkannte ich gerade während der Arbeit an diesem Buch als ein weiteres Welt-Kernproblem, das eine unlösbare Einheit mit dem Geldproblem bildet. Im 2. Kap. wird deshalb eine effektivere Entwicklungsstufe der Demokratie dargestellt.

Das jetzige System unterdrückt vor allem Reformen, die ein gerechtes Steuersystem einführen möchten. Z. B. James Tobin, der 1981 Nobelpreisträger wurde, hat schon 1972 die Besteuerung der spekulativen Devisen-Transaktionen vorgeschlagen. 1995 haben internationale Finanzexperten, die Professoren Peter Kenen, Jeffry Franken und Barry Eichengreen, eine fundierte Studie über die mögliche Besteuerung der Spekulanten vorgelegt.

Dennoch werden weiterhin vor allem nur die Arbeitseinkommen besteuert, und die Spekulationsgewinne wachsen ins Unermessliche. Dafür hungern 1,8 Milliarden Menschen, und am Hunger sterben mehr Menschen als durch die zunehmenden Kriege. Hunger und Kriege sind also neben der Naturzerstörung die markanten Folgen unseres Weltsystems.

Das heutige anonyme System der ungezügelten Freiheit, das uns als human erscheint, ist in Wirklichkeit viel gefährlicher als brutale Diktaturen, denn es macht uns auf einem Auge blind, so dass wir nur Erfolge sehen; zu einem entsprechenden Anwachsen der Zinslasten, durch die Wirtschaft und Gesellschaft unter immer größeren Leistungsdruck geraten. Weder die Schulden an sich noch die Arbeitslosigkeit sind das Kernproblem, sie sind nur Folgen eines ungerechten Systems.es verdrängt das Kleine, Liebe, Heimelige und zwingt zu immer Größerem, Höherem, Schnellerem und Unnatürlicherem; es ist heimtückischer, weil es nicht nur fast ein ganzes Volk wie bei Hitler „verführt", sondern es macht aus dem überwiegenden Teil aller Industrienationen unbewusste Handlanger oder Abhängige der zerstörerischen Kräfte; es verursacht weltweit mehr Zerstörungen durch Kriege, Naturkatastrophen, Umweltschäden und durch Kriminalität als der furchtbare Zweite Weltkrieg; die virtuelle Ökonomie und der Dollar-Rausch steuern die ganze Welt in den Abgrund.

Es ist also höchste Zeit, dass das Volk die Politik drängt, ihre bereits geschwächte, aber immer noch vorhandene Machtstellung für eine Gesundung der Gesellschaft zu nutzen.

Wir spüren es alle, dass es so nicht weiter gehen kann, und wünschen uns tiefgreifende Verbesserungen. Damit hat vor allem die deutsche Regierung eine historische Chance, den Gesundungsprozess in Gang zu setzen. Ihr Weg geht in die richtige Richtung, dennoch ist er falsch, weil er die Ungerechtigkeit und das Demokratieproblem nicht bei der Wurzel packt. Die Wahlniederlagen von 1999 verdeutlichen es. Dabei wäre es zum Erfolg nur ein kleiner Schritt, wenn man das Geldwesen als das Kernproblem, als die Wurzel der Ungerechtigkeit erkennen und entsprechend handeln würde. Denn es wäre nur eine Geldgebühr einzuführen. Diese kleine Einwirkung, die reiche Spekulanten trifft, hätte eine große Auswirkung. Sie bewirkte eine Initialzündung, die den überfälligen Gesundungsprozess von Wirtschaft und Gesellschaft überhaupt erst möglich macht.Außerdem würden die unglaublichen Zinsanteile fast verschwinden, die wir heute bei jedem Kauf von Konsumgütern unsichtbar und unbewusst mitbezahlen und deren Anteil in den Preisen im Durchschnitt auf über ein Drittel geschätzt wird. Es handelt sich dabei um Zinsanteile, die die Produzenten von Gütern und Dienstleistungen der Bank zahlen müssen, um Maschinen, Gebäude usw. anzuschaffen. Diese unsichtbaren Zinslasten sind so hoch, dass sie nur bei den reichsten 15 % der Einkommensbezieher durch deren Zinserträge übertroffen werden. Die anderen 85 % zahlen beim Zinssystem drauf.

Das neue System würde für circa 85 % der Bevölkerung erhebliche Vorteile bringen. Nur für die ganz reichen 15 % wäre das auf Zinseszins bzw.Spekulation aufgebaute weitere Wachstum ihres Vermögens unterbunden. Langfristig würde es aber auch ihnen nützen, denn sie hätten kaum Inflationsverluste, und es bewahrt ihr Vermögen sowie die Gesellschaft vor der Katastrophe und Vernichtung und lässt sie eine menschenfreundlichere Welt sorg- und stressloser genießen.

Ausschlaggebend ist die Schaffung von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Fehlverhalten der Menschen einschließlich Steuerhinterziehungen verhindern und zu mehr Kreativität und Effektivität anregen. Vom Einzelnen wird größere Eigenverantwortung verlangt, aber es wird gleichzeitig mehr Lebenssinn und Geborgenheit gewonnen. Persönlicher und unternehmerischer Erfolg sowie familiäres Glück werden in höherem Maße zur Zukunftssicherung beitragen. Eine liebevolle, motivierende, lebens- und praxisnahe Erziehung, bei Vermeidung der Gewaltverherrlichung, wird zu besseren zwischenmenschlichen Beziehungen führen. Ein vorbeugendes Gesundheitswesen zusammen mit gesünderen Lebensbedingungen wird die persönliche Gesundheit verbessern und dadurch Kosten sparen helfen. Die positive Wirkung der Kirchen wird gestärkt werden und sich mit weltlicher Wissenschaft zur gegenseitigen Befruchtung verbinden. Die Gewerkschaften werden auf neuen Wegen ihren Einfluss vergrößern können.

Das alles wird eine krisenfreie Marktwirtschaft hervorbringen, die neben Gewinn einen humanen und kooperativen Wettbewerbsantrieb erhält. Auf lange Sicht könnten durch das neue Geld- und Steuersystem sowie durch die Verminderung des Zinsanteils in den Preisen die meisten Menschen ihren Lebensstandard verdoppeln und/oder ihre Arbeitszeit drastisch reduzieren. Es würden Werte wie Rücksicht, Toleranz, Zuverlässigkeit, Hilfs- und Opferbereitschaft, Redlichkeit, Schaffens- und Lebensfreude wieder an Gewicht gewinnen und soziale Konflikte deutlich entschärft.

Das neue System kann die gesamte Menschheit heilen helfen, sobald es weltweit eingeführt wird. Die Realisierung sollte sachlich wie regional stufenweise geschehen, wobei Deutschland die besten Voraussetzungen zum Vorreiter hat, zumal dieses umfassende Konzept hier entwickelt wurde. Wenn die deutsche Regierung dieses Konzept aufgreifen würde, hätte sie eine zukunftsfähige, visionäre Grundlage, auf der sich solide konservative Bewahrer mit mutigen Erneuerern zu Befürwortern und Mitstreitern verbinden.

Wege zum Frieden und  einem neuartigem Wirtschaftswunder
Die heutige Weltsituation ähnelt der von 1929, kurz vor der Weltwirtschaftskrise, die zum Zweiten Weltkrieg führte. Damals  haben Reformer (Bürgermeister und Pfarrer) in einigen Regionen Europas durch eine neue Natürliche Wirtschaftsordnung die Arbeitslosigkeit spektakulär reduziert. Aber die Mächtigen haben das heilende System verboten und Hitler ließen sie groß werden.  Inzwischen wurde das damalige  Reform-System in vielen Büchern modernisiert. Unser herrschendes Weltsystem will es dennoch  nicht zur Kenntnis nehmen, obwohl die  heutigen Probleme unvergleichlich  drängender sind. Das zentralste Kernproblem  liegt im alten, anerzogenem, kurzsichtigen Konkurrenzdenken, das uns die tiefliegenden Wurzeln der Gewalt und Ungerechtigkeit nicht erkennen läßt. Es fehlt  das Wissen, dass der Mensch ursprünglich ein gewaltfreies, friedliches, ja liebevolles Geschöpf war. Es fehlt auch das Naturgesetze respektierende Denken, das  hauptsächlich nur Techniker beherrschen, die den berauschenden Fortschritt ermöglichen. Dagegen Ökonomen und Politiker denken falsch, denn sie wollen z.B. die Arbeit verbilligen, aber durch die Lohnsteuer  machen sie sie teuer, statt nur die knappen Ressourcen zu besteuern. Sie sehen nicht, das unser Geld- und Wirtschaftsystem zwingend dazu führt, dass die Gesamtheit der Geldvermögen und damit auch der Schulden systembedingt rascher wachsen muß als das Bruttosozialprodukt wachsen kann, und das dies bisher immer in eine gesellschaftliche Katastrophe, wie  Krieg oder Hyperinflation führte. Die Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung sind also Folgen unseres ungerechten  Systems, das auch eine effektive Weiterentwicklung der Demokratie unterdrückt.

Die Menschheit braucht Liebe und ein auf Naturgesetzen bauendes, weitsichtiges Denken mit einer grundsätzlich neuen sozialen Verhaltensweise. Liebe, Hoffnung, Glaube und das Denken machen den Menschen zum höchsten Geschöpf der Natur. Liebe ist der Ausdruck der Menschlichkeit, die auch die Kraft zur Vergebung gibt. Liebe benötigt allerdings Pflege. Sie braucht Geborgenheit und ein Wissen, das positive Kreativität, Toleranz und Harmonie ermöglicht. Wir müssen den  kurzsichtigen Egoismus durch wahre Menschlichkeit, Liebe, bessere Ideen und  wirkliche Demokratie ersetzen. Durch die einzigartige Gabe des Denkens, kann der Mensch seine Entwicklung, bis zu einem gewissen Grade selbst beeinflussen. Im positiven oder negativen Sinne. Am meisten wird er beeinflußt durch Erziehung, Vorbilder und das Umfeld. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, dass das herrschende System positive Signale ausstrahlt, und die Nächsten- und Naturliebe, sowie das Miteinander fördert. Und nicht  wie heute die Menschheit zum Egoismus, Abgestumpftheit und Gewalt führt.

Für dieses neue Umdenken bietet die  100.000-fach erprobte EKS-Strategie die erforderliche Grundlage. (EKS = Evolutionskonforme,  bzw. Energokybernetische Strategie) Sie ermöglicht ein gegenseitig sich förderndes Miteinander, das den Eigennutz mit dem Gemeinwohl verbindet. Oberstes Ziel ist nicht mehr der eigene Gewinn, sondern der größtmögliche Nutzen für die Zielgruppe, bzw. für die  Mitwelt. Denn dann kommen die Anerkennung, Umsatz und Gewinn von selbst.  Mit der EKS-Strategie erreichten  bereits unglaublich viele Unternehmer einen erstaunlichen, z.T. weltweiten Erfolg, weil das neue natürliche und kooperative Denken erfolgreicher ist als das egoistische und  zerstörerische Konkurrenzdenken.

Durch neues Miteinander zurück zu natürlichen Wurzeln und zum ersehnten Erfolg

Das neue Denken braucht zunächst die Reformbewegung, die sich national oder international engagiert  für  Demokratie, Geld, Umwelt, Gesundheit, Soziales, Kultur, Religion, Arbeitslose, Alte, Nichtwähler, Mittelstand, Gewerkschaften usw.  Die meisten sind noch dem alten Konkurrenzdenken verhaftet und glauben, dass ihr Programm  das einzig heilende ist. Aber um den erwünschten  Erfolg zu erreichen, müssen sie gemeinsam vier Aufgaben erfüllen:

1.  ihr Wissen und ihre Ziele untereinander austauschen und sich gegenseitig befruchten;
2.
 die zentralen Kernprobleme  sowie ihre Lösungen erkennen und publik machen;
3. 
die einzelnen bestehenden Reformmodelle zu einem „neuen Ganzen“  bündeln;
4
.  einen strategischen Stufenplan des Aufbruchs entwickeln, der sich nur auf 1-2 Länder konzentrieren soll,  damit sich die Kräfte nicht verzetteln.

Für die Lösung der Kernprobleme, haben bereits viele Reformer mit dem neuen Denken zukunftsfähige Modelle entwickelt. Sie müssen aber  durch die Bündelung und die Unterstützung von vielen Reformorganisationen mehr Gewicht bekommen.  Das neue Wirtschaftsmodell soll sich  nur auf die zentralen Kernprobleme konzentrieren damit es kürzer und leichter verständlich wird. Zumal Lösungen aller anderen wichtigen Probleme von der Lösung der zentralen Kernprobleme abhängen.

Wenn die vier genannten  Aufgaben erfüllt sind,  wird  das neue Wirtschaftsmodell auch von der Avantgarde der Gesellschaft, den Künstlern und Medien voll unterstützt  und zu einer Aufbruchstimmung, bzw. friedlicher Revolution führen, ähnlich wie sie z.B. bei der Wiedervereinigung Deutschlands das ganze Volk beflügelt hat. Heute geht es allerdings um noch mehr, um die Verwirklichung dessen, was wir beim Niedergang des Kommunismus erwartet haben, nämlich um Gerechtigkeit und  Frieden, was bisher z.B. Jesus, sowie viele blutige Revolutionen nicht geschafft haben.

Die heutige globale Beschleunigungskrise läßt uns nur wenige Jahre Zeit, um das Schlimmste  zu verhindern. Ein fähiges Team müßte in drei Jahren es schaffen die Reformbewegung zur gegenseitigen Kooperation zu bewegen, das Gesellschaftsmodell zu bündeln,  und mit der Umsetzung zu beginnen,  zumal viele Vorarbeiten schon geleistet wurden (siehe ganz unten angeführte  Unterlagen).

Das Gesamtmodell mit einer effektiveren Demokratie wird durch das gerechte, einfache und dienende Steuer- und Geldsystem die Arbeitslosigkeit abbauen, die Natur schonen, die Kultur vom Profitzwang befreien und. ein besseres Erziehungs-, Gesundheits- und Sozialsystem  ermöglichen. Dies alles wird den Humusboden der Kriminalität, der Gewalt, des Terrors, der Steuerhinterziehung austrocknen, Schwarzarbeit abschaffen, sowie mehr Sicherheit und Menschlichkeit bringen. Diese Wende, bei der sich einzelne Maßnahmen gegenseitig  ergänzen und verstärken, konservative Werte mit visionären Neuerungen verbinden, wird neue Standards schaffen, die weniger Bürokratie, dafür mehr Effektivität und Gerechtigkeit sichern. Wirtschaft und Gesellschaft werden durch  die  krisenfreie Marktwirtschaft mit  dem humanen Wettbewerbsantrieb wesentlich effektiver und  Menschen und Natur gesünder. Außerdem wird der Gestaltungsspielraum der Politik durch Schuldenabbau erweitert, so dass für alle endlich Gerechtigkeit, Nächsten- und Naturliebe,   Selbstverantwortung und Hilfsbereitschaft in einem friedlichen Miteinander herrschen können. Die Familie und der Staat werden wieder als Vorbild dienen. 

Das neue System stellt die bisher größte Herausforderung dar. Es ist aber  leichter einzuführen als man glaubt. Weil es  erstmals in der Geschichte die Probleme bei den Wurzeln löst, bringen kleine Einwirkungen große Auswirkungen. Es wird Vorteile schaffen, auch wenn es nur in Deutschland und zunächst nur teilweise eingeführt wird. Die Erfolge werden andere Staaten folgen lassen.  Die Bevölkerungsmehrheit sehnt sich nach Gerechtigkeit, Naturschonung und Frieden und wird nach der zunehmenden Politikverdrossenheit begeistert sein,  wenn sie dazu beitragen  kann, nicht nur Deutschlands Probleme friedlich  zu lösen, sondern  eine neue wirklich demokratische Weltära einzuleiten, auf die die Menschheit Jahrtausende wartet. 

Diese Gedanken sind entnommen aus dem Buch „ STRUKTUREN DES AUFBRUCHS – Von der Konkurrenzgesellschaft zur Solidargemeinschaft“ das als Grundlage für die Initiative Welt-Zukunfts-Rat des Stifters des Alternativen Nobelpreises dient. Eine 16seitige  Kurzfassung unter dem Titel „Die Denk- und Effektivitätsrevolution“, zu der Österreichs Vizekanzler a.D. Dr. Erhard Busek, Präsident des Europäischen Forums Alpbach das Geleitwort schrieb, kann angefordert werden  bei   E-mail: gesellschaftsordnung@web.de                                               von Vladimir Svitak 

Lesen Sie weiteres dazu:                                                      http://www.berndsenf.de/

   





Fließendes Geld und Heilung des sozialen Organismus (1996)
Die Lösung der Blockierung ist die Lösung
Von Bernd Senf     Vollständiger Artikel als PDF Datei (5 Seiten)
  
Dieser Aufsatz wurde auch in dem Buch "Der Tanz um den Gewinn" veröffentlicht.

1. Gemeinsamkeiten zwischen Gesell, Schauberger und Reich
 
Die Gedanken von Silvio Gesell zur Kritik des herrschenden Geld- und Zinssystems und zur Suche nach konstruktiven Lösungsmöglichkeiten lassen sich auch in Begriffen beschreiben, die aus einem scheinbar ganz anderen Forschungs-zusammenhang heraus entwickelt worden sind. Gemeint ist die Lebensenergie-Forschung, deren Grundlagen zwischen den 20er und 50er Jahren dieses Jahrhunderts u.a. von Viktor Schauberger und Wilhelm Reich gelegt wurden. Ähnlich wie Silvio Gesell in bezug auf das Geldsystem haben auch diese Forscher auf anderen Gebieten höchst unkonventionelle Sichtweisen entwickelt, die den Rahmen der etablierten Wissenschaften sprengen und sogar das Fundament des mechanistischen Weltbildes in Frage stellen. Von daher ist es sicher kein Zufall, daß alle drei Forscher von den Hauptströmungen der davon betroffenen mechanistischen Wissenschaften immer wieder ins Abseits gedrängt worden sind - durch schlichte Ignorierung oder durch Entstellung und Verketzerung. Bei Reich ging dieser Ausgrenzungsprozeß sogar soweit, daß seine Bücher noch in den 50er Jahren in den USA offiziell verbrannt wurden.
 
Bei allen Unterschieden ihrer Forschungsgebiete sind Schauberger, Reich und Gesell unabhängig voneinander (und ohne voneinander zu wissen) auf ein fundamentales Prinzip des Natürlichen und Lebendigen gestoßen, das dem mechanistischen Welt(un)verständnis zutiefst fremd und sogar bedrohlich erscheint. Ich möchte es auf eine kurze Formel bringen:
 
"Fließen lassen - Die Lösung der Blockierung ist die Lösung."
 
2. Viktor Schauberger und die Fließbewegung des Wassers
 
Was ist damit gemeint? Überall in der Natur gibt es spontane Fließbewegungen, die die Grundlage lebendiger Prozesse und ihrer natürlichen Selbstregulierung bilden. Schauberger hat sie eingehend studiert bezüglich der Fließbewegung von Gewässern. Werden sie mit all ihren Schlängeln und Wirbeln - zum Beispiel durch Begradigung - gehindert, so verlieren sie ihre Lebendigkeit und Selbstreinigungsfähigkeit, kippen um, lagern Geröll ab, treten über die Ufer und reißen die Böschungen nieder. Kurz: Die Blockierung des natürlichen Fließens stört die natürliche Selbstregelung und treibt Destruktivität hervor. Die vorherrschende Art, mit diesen Problemen umzugehen, besteht in immer mehr Eindämmung , wodurch die Selbstregulierung immer mehr zerstört wird, mit der Folge wachsender Überschwemmungen - ein Teufelskreis. Die Lösung dieser Probleme fand Schauberger in der Lösung der Blockierung des natürlichen Fließens: dem Wasser wieder Raum zum Schlängeln und Wirbeln zu geben und seine Wirbelbewegungen durch einfache technische Hilfen anzuregen, bis sie sich wieder von selbst tragen. Dadurch konnte lebloses und destruktiv gewordenes Wasser wiederbelebt und mit ebenfalls wirbelnder Lebensenergie aufgeladen werden und bot wieder Lebensraum für Pflanzen und Tiere - bzw. war wieder als belebtes Trinkwasser verwendbar.
 
3. Wilhelm Reich und die Fließbewegung der Lebensenergie
 
Wilhelm Reich hat ganz Ähnliches entdeckt in bezug auf die Fließbewegungen der Lebensenergie im Menschen bzw. in und zwischen allen lebenden Organismen. Es handelt sich dabei um die gleiche Energie, die auch die chinesische Akupunktur zugrunde liegt und deren Existenz von der mechanistischen Wissenschaft geleugnet wird. Das Fließen dieser Energie, die sich aus sich heraus bewegt und keines äußeren Drucks oder Antriebs bedarf, entspringt der inneren Energiequelle, mit der jedes neue Leben auf die Welt kommt. Diese Energie sucht spontan das Zusammenfließen im liebevollen Kontakt (zum Beispiel zwischen Baby und Mutter und später zwischen Liebespartnern), und die Verschmelzung dieser Energieströme wird als Lust und Liebe empfunden. In einer Kultur, die diesen natürlichen Regungen und Erregungen durch die herrschende Erziehung und Moral sehr frühe Schranken setzt oder sie in Kontaktlosigkeit und emotionaler Kälte leerlaufen läßt, werden diese Fließbewegungen mehr oder weniger blockiert. Das Kind schützt sich vor den unerträglichen Schmerzen und Frustrationen, indem es seine inneren Impulse zurückhält und die entsprechenden Konflikte verdrängt. Die Energie dieser Blockierung bezieht es durch Abzweigung aus der lebendigen Energiequelle, und die blockierte Energie verkehrt sich funktionell in das Gegenteil der natürlich fließenden Energie. Eine Folge dieser chronisch werdenden Blockierung, die sich später als "Charakter- und Körperpanzer" niederschlägt, besteht in der Aufstauung der noch fließenden Energie, die schließlich (im übertragenen Sinn) über die Ufer tritt und die Böschungen niederreißt, das heißt zu destruktiven Entladungen führt. Die vorherrschende Art, mit diesen Problemen umzugehen, ist eine noch stärkere Eindämmung des Gefühlsausdrucks, zum Beispiel durch autoritäre Erziehung, um die destruktiven Ausbrüche unter Kontrolle zu bringen - ein Teufelskreis, der immer mehr Destruktivität hervortreibt. Diese kann sich entweder nach außen und/oder nach innen - in Form von Krankheit und Selbstzerstörung - ihren Weg bahnen....

Die folgenden Schwerpunkte sind zusätzlich in der PDF-Datei (5 Seiten) zu finden:

- Silvio Gesell und die Fließbewegungen des Geldes

- Zerstörung und Wiederentdeckung des Lebendigen

Lesen Sie weiteres dazu:                                                      http://www.berndsenf.de/






Newsletter der Erklärung von Bern

Liebe Leserin, lieber Leser

Es ist Sommer: Die Finanzkrise hält immer noch die gesamte Welt in Atem, die Pharma-Industrie meldet Patente auf Dinge an, die ihr nicht gehören, und Banken ignorieren selbst jene Umwelt- und Menschenrechtsstandards, die sie sich selbst auferlegt haben. Eine «Saure-Gurken»-Zeit findet scheinbar nur in den Medien und in den Köpfen mancher Sommerfrischler statt - die globale Ungerechtigkeit macht leider keinen Urlaub, sie sorgt lieber weiterhin für negative Schlagzeilen.

***** Die Credit Suisse und das Hochrisiko-Projekt Sachalin II.
«Sachalin II» ist eines der grössten Öl- und Gasförderungsprojekte weltweit. Die Credit Suisse beteiligt sich trotz grösster Bedenken von Umwelt- und Menschenrechts-Organisationen an dessen Finanzierung. Die Bank sagt, sie sei sich ihrer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt bewusst - mit einer Beteiligung an solchen Projekten wird jedoch einmal mehr klar, dass es sich nur um hohle Worte handelt. Die EvB und BankTrack haben der CS nun geschrieben.
http://www.evb.ch/p25014406.html

***** Biopiraterie: Fortsetzung im Pelargonium-Fall.
Im Mai berichteten wir von dem Biopiraterie-Fall im Zusammenhang mit der Arznei «Umckaloabo». Die Erklärung von Bern reichte Klage ein gegen Pelargonium-Patente der Firma Schwabe. Unsere Kritik: Die «Erfindungen» von Schwabe sind nicht neu, sie beruhen auf traditionellem Wissen. Zudem verstossen sie gegen die Biodiversitätskonvention. Schwabe hat zwar auf die Kritik reagiert, aber leider nur so, dass eine kritische Replik unsererseits die einzig mögliche Antwort ist.
www.evb.ch/pelargonium

***** Finanzkrise: Was nun?
Die letzte Hiobs-Botschaft hat uns erst diese Woche erreicht. Der Zusammenbruch der beiden amerikanischen Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac droht neben ihren Kunden und Kundinnen in den USA weltweit Banken und Versicherungen in den Abgrund zu ziehen. Im umfangreichen Dossier zur Finanzkrise fordert die EvB unter dem neuen Punkt «Was tun?» längst überfällige Reformen.
http://www.evb.ch/finanzkrise

***** Faire Mode: Unterschriften sammeln.
Sicherlich haben Sie die Petition für faire Mode bereits unterschrieben - seit dem Kampagnenstart wurde auch in jedem Newsletter fleissig darauf hingewiesen. Nun möchten wir Sie auf unsere Petitionsbögen aufmerksam machen, und Sie bitten, mit deren Hilfe auch im Freundes- und Bekanntenkreis auf unser Anliegen aufmerksam zu machen:
http://www.evb.ch/cm_data/EvB_CCC_Petitionsbogen_quer_D.pdf

***** EvB-Jubiläums- Wanderung: Laufen und feiern.
Eine gute Gelegenheit, mit Mitgliedern, Freunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf den 40. Geburtstag der Erklärung von Bern anzustossen, bietet sich am Freitag, 29. und am Samstag, 30. August 2008. Zusammen mit der Regionalgruppe Zürich organisiert die EvB eine Jubiläumswanderung, die Freude für Kopf, Beine und Gaumen verspricht. Anmeldung noch bis zum 30. Juli möglich:
http://www.evb.ch/p25014364.html

Danke fürs Lesen, danke fürs Mitgehen.

Freundliche Grüsse
Roseli Ferreira

******************
Erklärung von Bern - Berne Declaration
Postfach, Dienerstrasse 12, 8026 Zürich, Tel. direkt: +41 (0)44 277 70 05, Fax +41 (0)44 277 70 01, E-Mail: newsletter@evb.ch, URL: http://www.evb.ch




Aktionen in Österreich:

Werkstatt Frieden & Solidarität

(1) Professor für Europarecht: EU-Reformvertrag ohne Volksabstimmung ist nichtig! Dr. Adrian Hollaender ist ao. Univ.Prof. für Europarecht sowie internationale Grund- und Menschenrechte an der Staatlichen Universität Klausenburg (Partneruniversität der Univ. Wien, Associate Professor for International Law and Human Rights an der International University Vienna, Leiter des Zentrums für Rechtsforschung und Vorsitzender des Grundrechtskonvents im österreichischen Parlament. Dr. Adrian Hollaender hat für die Europäische Vereinigung für Bürgerrechte (EFCR) ein Gutachten geschrieben (http://www.efcr.at/tmp_de/files/111.pdf), in dem er rechtlich nachweist, dass eine Volksabstimmung über den EU-Reformvertrag zwingend geboten ist, da dieser Vertrag eine Gesamtänderung der Verfassung bewirkt. Wörtlich heißt es: "Die Unterlassung einer solchen Volksabstimmung wäre nicht nur eine derart offenkundige und schwerwiegende Verfassungsverletzung, dass der
Bundespräsident eine allfällige Beurkundung zu verweigern hätte (...), sondern würde überdies zur absoluten Nichtigkeit der auf eine Gesamtänderung
der Bundesverfassung ohne verfassungsrechtliche Legitimation durch ein Verfahren nach Artikel 44 Absatz 3 B-VG abzielenden Teile des
EU-Reformvertrags in Bezug auf die österreichische Rechtsordnung führen, was jedenfalls eine nicht vertretbare schwelende Rechtsunsicherheit bewirken würde. Ein Verzicht auf eine (aus den genannten Gründen mehrfach gebotene) Volksabstimmung käme im Ergebnis einer Aufgabe der - bisher als zentrale Norm zur Absicherung der österreichischen Bundesverfassung verstandenen - verfassungsrechtlichen Grundlagenschranke des Artikel 44 Absatz 3 B-VG gleich."
Die Werkstatt Frieden & Solidarität sieht sich durch diese juristische Expertise bestätigt. Elke Renner von der Werkstatt Frieden & Solidarität: "Die Regierung und der Nationalrat müssen endlich ihren rechtsstaatlichen Wild-West-Kurs beenden und eine Volksabstimmung über den EU-Reformvertrag zulassen. Andernfalls muss den politisch Verantwortlichen klar sein: wenn sie die Verfassung brechen, schaffen sie kein legitimes Recht sondern delegitimieren sich selbst. Es ist Aufgabe einer immer breiter werdenden zivilgesellschaftlichen Bewegung, diesem politischen Abenteurertum von Gusenbauer & Co entgegenzutreten, die sich aus Angst vor der Bevölkerung immer weiter von Demokratie und Rechtsstaat entfernen."  Bewegung für eine Volksabstimmung kommt voranAm 8. Dezember fanden in Wien, Linz, Salzburg und Graz Auftaktkundgebungen der Plattform www.volxabstimmung.at statt, die mittlerweile von 32 Organisationen getragen wird. Dabei wurde der Regierung, deren VertreterInnen bekanntlich unter einer gewissen Leseschwäche leiden, mit Tafeln und Transparenten Lesenachhilfe erteilt (Fotos siehe http://www.werkstatt.or.at) Bei einer bundesweiten Konferenz der Plattform Volxabstimmung am 27. Jänner 2008 in Linz soll eine gemeinsame Großaktion vorbereitet werden. Wichtig sind aber auch die vielen Aktionen vor Ort, in Gemeinden, Betrieben usw. So hat kürzlich der Betriebsrat einer internationalen Hotelkette einen Beschluss gefasst, in der der Nationalrat aufgefordert wird, eine Volksabstimmung durchzuführen. Der Betriebsratsvorsitzende und Werkstatt-Aktivist Norbert Bauer "Unser Beschluss ist durchaus als beispielhafter Akt einer 'Demokratie von unten' anzusehen. Es sollten meiner Meinung nach noch viel mehr Betriebsräte von dieser Möglichkeit zur 'Politik im Kleinen' Gebrauch machen, dann würde nämlich vielleicht auch die 'Politik im Grossen' ganz anders aussehen."   Aktionen und Informationen zum EU-Reformvertrag/EU-Verfassung:- Online-Unterschriften-Aktion für den Offenen Brief "Für eine Volksabstimmung über den neuen EU-Vertrag!" auf http://www.werkstatt.or.at/Forum/VolksabstimmungEUVertrag.php- Informationen der Bündnisplattform für eine Volksabstimmung findet sich auf www.volxabstimmung.at, wo eine Petition für eine Volksabstimmung über den EU-Vertrag unterzeichnet werden kann. Diese Initiative wird mittlerweile von 32 Organisationen unterstützt.- Flugblätter für einen Volksabstimmung können von der Web-Page der Werkstatt heruntergeladen werden http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=34&Itemid=49; Auf Wunsch schicken wir auch gerne Flugblätter zu.- Ebenfalls bei der Werkstatt können Pickerl zu diesem Thema bestellt werden (auf Spendenbasis). Motiv siehe http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=17&Itemid=41 In Wien findet die nächste Aktion der Werkstatt Frieden & Solidarität für eine Volksabstimmung am Do,13.12 und den darauf folgenden Donnerstagen jeweils 10 bis 11 Uhr vor dem Parlament statt. Nach Vereinbarung gibt es zwischendurch auch Verteilaktionen auf Christkindlmärkten und mit Transparenten auf der Friedensbrücke. Nähere Informationen: office@werkstatt.or.atWaltherstr. 15, 4020 LinzTel. 0732/771094, Fax 0732/797391Mail: office@werkstatt.or.at, Web: www.werkstatt.or.at 


(1) Professor für Europarecht: EU-Reformvertrag ohne Volksabstimmung ist nichtig! Dr. Adrian Hollaender, ao. Univ. Prof. für Europarecht, warnt in einer Expertise: Ohne Volksabstimmung ist der EU-Reformvertrag nichtig, da die österreichische Verfassung zwingend die Abhaltung einer Volksabstimmung über diesen weitreichenden EU-Vertrag erfordert. Die Bewegung für eine Volksabstimmung kommt voran: Nach den Auftaktaktionen am 8. Dezember wird am 27. Jänner eine bundesweite Konferenz in Linz stattfinden. Auch aus den Betrieben gibt es bereits demokratischen Aufbegehren: Der Betriebsrat einer großen Hotelkette fordert eine Volksabstimmung.


(2) Energie AG-Privatisierung: Offener Brief der Plattform Stopp Ausverkauf an die Grünen OÖ 
Die schwarz-grüne Landesregierung will offensichtlich den Börsegang vor der Abhaltung einer Volksbefragung durchpeitschen. Die Plattform Stoppt Ausverkauf fordert die Grünen OÖ auf, sich an die eigenen Versprechen zu erinnern und das Votum der Bevölkerung zu respektieren.(3) Aufruf zur Freilassung türkischer Gewerkschafter
Verschärften Repressionen sind GewerkschafterInnen in der Türkei ausgesetzt. Derzeit sind sieben Funktionäre der TransportarbeiterInnen-Gewerkschaft TÜMTIS in Ankara in Haft. Unterstützen Sie bitte den Aufruf zu ihrer Freilassung!(4) Termine




Besetzt oder befreit?

Die Minderheitenpolitik der Volksrepublik China in Tibet                                               Von Nora Bartels

Lange schon ist Tibet ein Liebling der Mainstreammedien, und das nicht zufällig: Es steht für ein sagenumwobenes, heiliges Land mit einer für den Zeitgeist des sich seiner selbst überdrüssig gewordenen Abendlandes attraktiven Religion, für die Greueltaten des Lieblingsfeinds China und schließlich für den Dalai Lama, der die Herzensgüte selbst zu sein scheint, immer lächelnd und guter Dinge. Doch seit dem 14. März, als die Berichte von den Aufständen in Lhasa uns erreichten, überschlagen sich Zeitungen und Fernsehen geradezu mit der Berichterstattung; kaum eine Meldung, ein Kommentar oder ein Bericht, in dem nicht Kritik an der Verletzung der Menschenrechte, der Auslöschung der tibetischen Kultur und natürlich der unrechtmäßigen Besetzung des Landes thematisiert wird. Die Lage scheint klar, und jeder Journalist hat dazu eine ebenso klare Meinung, die nun Tag für Tag erneut niedergeschrieben wird. – Der offensichtliche Mangel an konkreten Informationen hindert nicht am ständigen Wiederholen. Differenzen gibt es allein in der Frage, wie man sich China gegenüber zu verhalten habe. Doch das Bild, das hierzulande von China verbreitet wird, entspricht nicht der Realität.

Lesen Sie den ganzen Artikel auf:                                                                              http://www.jungewelt.de/2008/05-17/022.php




Myanmar

Myanmar existiert seit ca 1000 Jahren und in ihm sind etwa 30 Etnien beheimatet. England besetzte dieses Gebiet im Jahre 1924 und beutete es wie seine anderen besetzten Gebiete in Kolonialmanier aus. Mit der Erkämpfung seiner Unabhängigkeit  nennt es sich Union von Myanmar. Es ist ein industriell noch schwach entwickelter Agrarstaat, der seit 1962  den nichtkapitalistischen Entwicklungsweg beschreitet.

Seither wurde ein bedeutender staatlicher Sektor mit teilweise neuen Industriezweigen geschaffen. Durch die Nationalisierung des gesamten ausländischen Eigentums bei Rückzahlung ihres Grundkapitals wurde die Vorherrschaft der imperialistischen Monopole beseitigt. Seit 1998 / 2000 gibt es in Myanmar keine von der Opposition besetzten, sogenannten „schwarzen Zonen“ mehr.

Die wichtigsten Rohstoffe, die im Lande gewonnen werden, sind : Erdöl, ( mehr als 1 Millionen t ) Zinn, Zink, Blei, Wolfram, Silber und Eisenerz.

Etwa die Hälfte der Energiegewinnung erfolgt durch Wasserkraft.

Über 50 % der Industriebetriebe sind Reismühlen. Weitere Industriezweige sind die Holz,- ( Sägewerke und Bauholzherstellung ), Zucker, - Zement,- Textil,- Jute,- Kraftwagen,- elektronische,- Nahrungs,- und Genussmittelindustrie ( Pflanzenölfabriken, Tabak,- und Zigarettenfabriken ). Hochentwickelt ist das Kunsthandwerk mit Holz,- und Elfenbeinschnitzerei. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, in der über

60 % der Bevölkerung tätig sind und aus der ca 2/3 des Nationaleinkommens kommen.

Auf den 8,6 Mill. ha Ackerland werden jährlich 2 Ernten eingebracht.

Die Lebenserwartung in Myanmar beträgt heute über 60 Jahre. 1987 lebten in Myanmar 35 Millionen Menschen, heute sind es 50 Millionen.

An der Spitze des Landes steht zur Zeit eine Militärregierung.

Was diese Militärregierung für das Land getan hat, das hat vorher kein König getan.

Sie hat veranlasst, auch in den Grenzgebieten Schulen zu bauen. Es gibt in Myanmar kaum Analphabetentum. Bis auf wenige Ausnahmen besuchen die  Kinder die 10- Klassenschule mit einem 2- jährigen Vorbereitungskurs für die Universität, für die die Studiengebühren teilweise frei sind ( in dieser Hinsicht also sogar ein Vorbild für die reiche Bundesrepublik Deutschland ).

Die politisch-ideologische Ausrichtung der Regierung ist bürgernah, ohne Verwendung irgendwelcher Schlagwörter, zielt sie stark auf eine soziale, immer bessere Versorgung der Bevölkerung dort. Die gesundheitliche Grundversorgung ist für jeden kostenlos.

Auch in dieser Hinsicht also ist Myanmar ein Vorbild für die westlichen Länder !

Die Familienbande sind stark ausgeprägt und für unsere Feministinnen ist interessant – die Frauen haben in Myanmar innerhalb der Familie mehr zu sagen als die Männer !

70- 80 % der Menschen in Myanmar verehren den Buddhismus. Daneben gibt es auch Christen und Menschen, die islamischen Glaubens sind. Die Mönche in Myanmar genießen hohe Anerkennung. Das Interessante dabei ist, dass jeder Mann in Myanmar ein Mal in seinem Leben Mönch gewesen ist.

Mehrfach bestürmten die USA, die ihre Militärstützpunkte an der Grenze hat, die Militärregierung, Radarstationen aufzubauen, was ihnen verweigert wurde.

Mehr als verwunderlich ist deshalb, dass nach dem Dalailama- Besuch in den USA und der Bundesrepublik plötzlich Mönchsaufstände Ende 2007 in Myanmar stattgefunden haben.

Jeder, der die Lage in Myanmar einigermaßen kennt, stellt sich deshalb die Frage: Woher bekommen diese Leute das Geld ? Und - ist es nicht wie im Tibet möglich, dass von außen eingeschleuste Kräfte da tätig wurden ?!

Zumindest was die Tibetereignisse anbelangt, ist klar, dass diese Aktionen von einer Zentrale in Washington dirigiert wurde.( siehe unter www.German-foreign-policy.com vom 9.4.2008 ).

Und diejenigen, die verstehen, wem diese Zielrichtung gilt, nämlich China, mit dem die Regierung in Myanmar gute Beziehungen unterhält, der sieht die politischen, ökonomischen und vor allem militärstrategischen Zusammenhänge, auch was die Ereignisse

( Naturkatastrophe in Myanmar !!) und die unsäglich gehässige Medienberichterstattung der westlichen Medien, einschließlich derer in Deutschland, anbelangt, in einem anderen Licht.

Da wurde behauptet, die Militärregierung von Myanmar hätte der Katastrophe völlig unfähig gegenüber gestanden, sie hätte politisch und organisatorisch kläglich versagt. Erst hätte sie die Annahme internationaler Hilfe verweigert, dann hätte man dieser Hilfe hohe bürokratische Hürden in den Weg gelegt. Alles nur deshalb, weil die Regierung in Myanmar  keine unkontrollierten Einreisen von Hilfsteams zulassen will. Dabei lässt kein Land der Welt, schon gar nicht die USA, unkontrolliert wie immer geartete Teams ins Land, schließlich könnte es sich um Terroristen oder gar Militärs und Geheimdienstler handeln, die eine Okkupation oder Terroranschläge vorbereiten wollen !

Auffällig verdächtig ist in diesem Zusammenhang die Forderung der USA, von Thailand aus, Truppen der USA nach Myanmar zu entsenden. Sie verknüpfen ihre  sogenannte uneigennützige Hilfe sogar direkt mit der Bedingung, dass ihre Militärstreitkräfte ins Land gelassen werden.

Die vielen anderen Möglichkeiten der Hilfeleistung interessieren Washington gar nicht, wenn diese nicht mit der Möglichkeit der politischen Einflussnahme verbunden sind.

In diesem Zusammenhang erinnern wir uns noch recht gut an eine im Frühjahr 2007 von der Adenauer- Stiftung organisierte Veranstaltung in Berlin gegen Kuba, zu der Oppositionelle aus der ganzen Welt zusammenkamen, um über den Sturz des „Castro- Regimes in Kuba“ zu beraten.

Dabei wurde bereits am 1. Tag eine recht bemerkenswerte Äußerung gemacht.

Das sozialistische Regime sitze so fest im Sattel. Deshalb solle man vielleicht „größere Naturkatastrophen für einen Regimewechsel nutzen“ !!!

Wer in unseren Lande weiß denn etwas über die seitens der USA seit Jahrzehnten entwickelte HAARP- auch „Wetterwaffe“ genannt ?

Dabei hatte bereits Anfang der 70iger Jahre die 31. UNO- Vollversammlung dieses Thema behandelt und das Verbot eines „Umweltkrieges“ befürwortet.

Bei HAARP handelt es sich um ca 180 Sendetürme auf Alaska, die die Ionosphäre durchbrechen und dann parabolspiegelartig gezielt Strahlen auf beliebige Punkte der Erde richten kann.

In einem Artikel der „Berliner Zeitung“ vom 3.2. 1977 „Krieg mit Erdbeben und Wirbelstürmen ?“ wird vermerkt:

Die besondere Gefährlichkeit resultiert aus der Tatsache, dass es theoretisch- und zum Teil auch schon praktisch- möglich ist, riesige Energiemengen mit einem relativ geringen Aufwand freizusetzen. Das Ausmaß derartiger künstlich erzeugter Naturkatastrophen ist kaum vorstellbar. Ein tropischer Wirbelsturm beispielsweise setzt täglich eine Energiemenge frei, die der 400 fachen Stärke der Hiroshima- Bombe entspricht. Die Energie starker Erdbeben ist der Wirkung von einigen Megatonnen des hochexplosiven Sprengstoffes TNT vergleichbar.

Diese Tatsachen werden von Militärs der USA in ihre Überlegungen einbezogen. Schon 1952 wurde dort erklärt: ‚Die Atombombe ist bis heute das bedeutendste Mittel zur Vernichtung des Lebens, die Einflussnahme auf das Wetter könnte das bedeutendste Instrument zur Vernichtung der Mittel zum Leben sein.’....

Die große Gefahr für die Menschheit, die dem militärischen Missbrauch der Umwelt innewohnt, wird durch geheime Operationen der USA während des Vietnamkrieg unterstrichen. In deren Folge traten in den befreiten Gebieten verheerende Überschwemmungen auf, wurden Feuerstürme entfacht ...“

Professor Rosalie Bertell schrieb in ihrem letzten Buch „Planet earth- the latest weapon against mankind“ (Der Planet Erde- die letzte Waffe gegen die Menschheit ) zu ebendiesem Thema und bemerkte darin, dass diese HAARP- Waffe im Jahre 2004 völlig fertig sein wird.

Die Friedenskräfte und realistisch denkenden Menschen in der Welt  sollten aus diesem Grunde darauf dringen, diesen Umstand des sehr wahrscheinlichen Einsatzes dieser „Wetterwaffe“ durch die USA vor die  UNO- Vollversammlung zu bringen und nicht wie Bundeskanzlerin Merkel fordert, die angeblich von der Regierung Myanmars „behinderte Hilfeleistung“ der anderen Länder !!

Denn das wäre das Gleiche, wie das Opfer zum Täter zu machen !!

Bezüglich der Hilfeleistungen nach Myanmar ist interessant, dass seitens der westlichen Medien kein Wort über die Milliardenhilfen von Hilfsgütern aus Laos, Vietnam, Thailand, der VR Chinas, Indonesiens und dem Iran berichtet wird  !

Gerade als ob nur die Westmächte imstande wären, Myanmar „echte“ Hilfe zuteil werden zu lassen.

Die Pflicht der Länder, einander in Katastrophenfällen beizustehen, ist in mehreren internationalen Abkommen verankert. Aber niemals dürfen z. B. internationale Abkommen das in der UNO- Charta verankerte Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten aushebeln, das im Kapitel I Artikel 1 und 7 fixiert ist.Übrigens haben die USA selbst anderen Ländern (z. B. Kuba ) verboten, Hilfe zu leisten

( obwohl diese Hilfsangebote nicht militärischer Natur waren !!), als vor einigen Jahren in New Orleans der Wirbelsturm und Überschwemmungen tobten .

( Man beachte die Lage von New Orleans und  Kuba ! )

Die USA – Regierung ließ damals hauptsächlich die ärmsten Schichten der schwarzen Bevölkerung von New Orleans  eine Woche lang ohne Wasser und Nahrungsmittel !

Warum das US – Militär in New Orleans nicht Soforthilfe leisten konnte oder durfte, aber ihre „Hilfe“ anderen, meist solchen den USA unliebsamen, von Wirbelstürmen und Flutkatastrophen betroffenen Staaten auf der Welt förmlich aufdrängt, wird deutlich, wenn man die politische Zielrichtung dieser HAARP- Wetterwaffe der USA kennt.

Brigitte Queck, Diplomstaatswissenschaftlerin Außenpolitik und Dr. Falkenhagen, Wirtschaftswissenschaftler und Fachübersetzer

 * Einige, das Land betreffende Angaben, entstammen einem kürzlich im Karl- Liebknecht – Haus gehaltenen Vortrag über Myanmar durch Frau Professor Dr. Esche, die als Frau eines DDR- Botschafters und als  Germanistikdozentin 20 Jahre in diesem Lande lebte. Sie verbringt noch heute jedes Jahr 1/2 Jahr in diesem Lande.