Die nachhaltige Lebensförderlichkeit – eine natürliche Ethik
Ohne eine richtige, d h. global wahrheitsorientierte - naturangepaßte Ethikbleibt es bei den global - lebensfeindlichen Tyranneien menschlicher Torheit mit seinen - in jedem Sinne - klimatisch verheerenden Folgen.
Die Nachhaltigkeit menschlichen Verhaltens kennzeichnet den Menschen als Vernunftswesen. Die Erziehung zur nachhaltigen Lebensförderlichkeit ist der Anfang vom Ende der lebensfeindlichen Tyrannei menschlicher Torheit! Die Frage ist, gelingt die Erziehung zur nachhaltig lebensförderlichen Nachhaltigkeit oder brauchen wir eine Diktatur solcher Vernunft?
Die Erziehung zur nachhaltigen Lebensförderlichkeit ist der Schlüssel zur Lösung der der menschengemachten globalen Probleme. "Der Plan der UN für unsere Kinder: Am 10. September 2003 erklärten die vereinten Nationen in Prag auf der Internationalen Konferenz über die Erziehung für eine Nachhaltige Zukunft, daß 2005 bis 2015, "das Jahrzehnt der 'Erziehung für eine Nachhaltige Entwicklung'" (ESD), werden wird. Nicht überraschend ernannten die Vereinten Nationen die UNESCO (The United Nations Education, Scientific, and Cultural Organization) zur Führungsagentur für dieses globale Vorhaben. Die offizielle Eröffnungszeremonie fand am 1. März 2005 in New York City statt."
Diese Information hat mich zum Geburtstagskind gemacht. Solch Freude jedenfalls machte mir die Erklärung der Uno zur Sache, die hoffentlich einen entsprechenden ethischen Globaldiskurs auslösen wird. Seit Jahrzehnten beschäftigen mich als Arzt die philosophischen Probleme der menschlichen Lebenskunst und - Überlebenskunst.
Meine seit ca. 20 Jahren in alle Welt posaunte ethische Konsens-Lösung, das ist die menschlich " Nachhaltige Lebensförderlichkeit " im Fühlen, Denken und Handeln. Eine ethische, n a t ü r l i c h notwendige, ethisch orientierende Empfehlung, die mit einem einzigen Gebot für alle Menschen und in jeder Lebenssituation auskommen kann.
I. Zur Nachhaltigkeit:
Nachhaltige Entwicklungen folgen vorausschauend und freiwillig den menschlich-ethisch-wahrheitsorientierten Einsichten in die natürlichen und/oder menschengemachten Not- Wendigkeiten. Nachhaltigkeit heißt, Um- und Mitweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten v o r r a n g i g e t h i s c h zu berücksichtigen.
Ethisch zukunftsfähiges, jedes leidmindernde Verhalten, zielt, wie langfristig nachhaltiges Wirtschaften... , darauf hin, uns und unseren Kindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Umfeld zu hinterlassen - ihnen ein gedeihliches menschliches Überleben zu ermöglichen.
Nötig ist eine "Globale Konsens-Philosophie" als Gegenpol zu den heutigen evolutiv-ethischen, den individualistisch-ethischen Beliebigkeiten. Eine " Globale Konsens-Philosophie" sollte als Orientierungshilfe im Umgang mit der komplizierten Unübersichtlichkeit differenzierter Philosophien und Wissenschaften ethische Klarheit und Sicherheit, demokratische Transparenz und - kontrolle bei der Lebensgestaltung vermitteln.
Diese Globalphilosophie ermöglicht es allen und jedem Menschen, einfach- verständlich-einsehbare, klare Grundsätze, Kriterien und differenzierbare Maßstäbe zur optimalen Lebensgestaltung und -orientierung für jede Lebenssituation anzubieten.
Solch Konsens-Philosophie folgt nachhaltig dem natürlich entscheidenden Kriterium - dem be- und unbewussten Sinn allen Lebens - dem Streben nach gelingendem Leben - einem Streben, was allein in der evolutiven Auseinandersetzung mit dem Ganzen gelingen kann. Die natürlichen/ gesellschaftlichen/konstitutionellen Gegebenheiten - die erkannten und unerkannten Wahrheiten - bestimmen mit ihren Kausalbeziehungen unseren Lebensraum, die Bedingungen und Grenzen unseres Seins und somit auch die Grenzen unseres "ethisch-richtigen "Sollens, zu gedeihlichem Leben.
D.h., diese Wahrheiten, unsere Annäherung an sie, bestimmen unser Sein. Die Wahrheit bestimmt unser Sein optimal positiv nur, wenn unser Verhalten wahrheitsorientiert, von Wahrhaftigkeit geprägt und damit n a t u r a n g e p a ß t ist.
Deshalb ist die emotionale und rationale Bildung, die Selbst- und Welterkenntnis die Basis gelingenden menschlichen Lebens. Sinnvoll, vernünftig und gut ist folglich stets das n a c h h a l t i g optimal l e b e n s - f ö r d e r n d e Tun und Lassen, so, wie die Mitwirkung eines jeden bei der Gestaltung des Ganzen.
Glaub und tu, was Du willst, es muss nur so wahrheitsorientiert und nachhaltig lebensförderlich sein, wie es unter den bestehenden Umständen möglich ist.
Jeder so gut er kann - aber nicht weniger.
Das nachhaltig lebensförderliche Streben, gemessen am Stand menschlicher Erkenntnis, ist nicht nur d i e B a s i s des individuell und gesellschaftlich g l ü c k e n d e n gelingenden L e b e n s in größtmöglicher Freiheit, sondern global das Kriterium und der Maßstab für menschliches Verhalten, was den W e r t, d i e Weisheit, W ü r d e und Kultur d e s M e n s c h e n begründet und definierbar macht.
Die nachhaltige Lebensförderlichkeit im Fühlen, Denken und Handeln ist ein natürlich begründetes Prinzip und deshalb eine existentiell unüberbietbare, philosophisch abschließende Lebensmaxime.
II. Gott, die Welt und die Nachhaltigkeit:
Gott ist für die Theologen und die Masse der global übermächtigen, religiös Gläubigen - zuerst und hauptsächlich - die Vollkommenheit der Wahrheit.
Die Vollkommenheit der Wahrheit bestimmt alles, was ist und was nicht ist, egal, ob bewußt oder unbewußt, ob geglaubt oder nicht Der Sinn aller Gefühle und Erkenntnisse ist, die - bestenfalls - nachhaltige Lebensförderlichkeit im Naturganzen optimal zu gestalten -, d.h., sich den Naturwahrheiten optimal anzupassen, denn die Natur ist der Hautdarsteller der Wahrheit.
Viele führende - auch religiöse - Verantwortungsträger und Machthaber a k z e p t i e r e n* leider die moralische Einstellung, man könne ruhigen Gewissens sein Glück auf Kosten der anderen machen, als eine natürlich deterministisch-schicksalhafte Naturethik.
Eine solche selbstüberhobene Beliebigkeit menschlicher Moralvorstellungen ist grundsätzlich von Übel. Es ist diese Hybris, die die menschliche Welt so ungerecht und rücksichtslos verändert hat, wie sie ist.
Wir brauchen eine "Ethik von unten", deren prioritäres Kriterium und Wertprädikat des Menschen Wahrhaftigkeit ist.
Auch der KANT`sche Imperativ ist dann nicht zielführend, wenn seine Willens-Maxime nicht inhaltlich konkretisiert wird, sondern dies den kulturellen, religiösen, gesellschaftlichen und persönlichen Umständen/Traditionen überlassen bleibt und ohne dass pragmatische und rationale Kriterien eine naturangepaßte Orientierung und ein dem entsprechendes menschliches Miteinander erleichtern. Ein solches prioritäres und selbstkritisches Kriterium ist die persönliche Wahrhaftigkeit als Maxime des Menschen im Denken und Tun von Wort und Tat. Wer in der Wahrheit lebt, lebt richtig, da eine menschlich nicht erfaßbare Vollkommenheit der Wahrheit unser ganzes Sein als Anpassungsleistung an die Wahrheit der Natur bestimmt.
Jeder Mensch hat natürliche, konstitutionelle Handlungsrichtlinien, die von seinen Lebensumständen, s e i n e n Wahrheiten seinen Vorstellungen/Hypothesen von Wahrheit abhängen.
Das natürlich entscheidende Kriterium ist die be- u. unbewußte Wahrheit Sie begründet den Sinn allen Lebens optimal durch sein Wahrheitsstreben in der Sehnsucht nach einem gelingendem Leben im Ganzen.
Die natürlichen / konstitutionellen gesellschaftlichen Gegebenheiten, die Wahrheiten bestimmen mit ihren Kausalbeziehungen unseren Lebensraum, die Bedingungen und Grenzen unseres Seins und somit auch unseres "ethisch-richtigen" Sollens zu gedeihlichem Leben.
Deshalb ist die emotionale und rationale Bildung, die Selbst-und Welterkenntnis die Basis gelingenden menschlichen Lebens. Sinnvoll, vernünftig und gut ist folglich stets das n a c h h a l t i g optimal l e b e n s f ö r d e r n d e Tun und Lassen sowie die Mitwirkung eines jeden an der Gestaltung des Ganzen.
Jeder so gut er kann, aber nicht weniger.
Das Wahrheitsstreben, die Wahrhaftigkeit ist nicht nur die Basis des individuell und gesellschaftlich glückenden, gelingenden Lebens in größtmöglicher Freiheit, sondern das entscheidende Kriterium und der pragmatisch wirksame Maßstab für menschliches Verhalten.
Der Glaube daran, dass es eine menschlich unfaßbare Vollkommenheit der Wahrheit gibt, die nicht nur alles Leben und mit ihm die ganze Menschheit geformt/verformt hat, kann und muß alle Menschen im ethischen Streben nach Wahrhaftigkeit vereinigen, wenn eine lebenswerte Zukunft global gelingen soll.
Wer kann, der kann. Wer nicht kann, der wird sich anpassen müssen. -) Man denke nur an die in jedem Sinne und allen Formen " klimatischen " Veränderungen dieser Welt .
Sich selbst belügen, ist und bleibt die dümmste aller Lügen.
Ist aber die Wahrheitserkenntnis unser natürliches Ziel, dann prägt die Natur unsere Ethik und Moral und macht die Wahrhaftigkeit zur 1. Tugend - dann leben wir naturangepaßt und deshalb frei.
Die Wahrheit macht frei.*
Dr. Klaus Roggendorf
"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." Premierminister von Luxemburg Jean-Claude Juncker erklärt seinen EU-Kollegen die Demokratie (SPIEGEL 52/1999)
*Richtig so, wenn es nur nachhaltig lebensförderlich ist, was da auf den Weg gebracht wird.*
Zur substanziellen! UN-Reform gibt es - m.E.- keine Alternative
Auch wenn das nicht heißt, dass der Menschheitsuntergang damit von der Bildfläche verschwindet: Wohlorganisiertes (!)Aussterben heißt eben nicht, dass manche in Kämpfen wie im Irak untergehen müssen oder wir wie die Maden im Speck die Natur nun rasch noch in Gänze aufbrauchen, um dann ganz ohne diesen jämmerlich zu verrecken und ein Nichts zurückzulassen - das wäre die Apokalypse - die sollten und können wir, auch m.E., sehr wohl schon verhindern!
Ich finde es deshalb sehr gut, dass hier, einfache(?) und vielleicht wohl auch jüngere Mitbürger sich mit dieser Frage befassen, diese Frage steht hier und heute sehr wohl auf der Tagesordnung! Ja, auch eine (wirkliche und gute) Weltregierung muss von unten angestoßen und angefordert werden, wie der Fall der DDR oder die Wiedervereinigung Deutschlands. Und die globalen Probleme sind, der Druck der Verhältnisse in diese Richtung ist schon sehr groß, da man in den heutigen Strukturen viele Probleme eben doch nicht ausreichend gut lösen kann, vor allem das Umweltproblem, aber auch soziale Probleme und das Sicherheitsproblem, Gesundheitsprobleme, Wirtschaftsprobleme – überall gibt es große Defizite, die man anders, resoluter und wirklich, angehen muss bzw. müsste. In diesem Punkt meine volle Zustimmung.
Einzelne Forderungen und Gedanken kann ich aber weniger unterstützen, das Gesamtkonzept erscheint mir in der Tat in vielem illusionär, und Illusionen sind fromme Wünsche, die an der Realität vorbeigehen. Das sieht man auch im heutigen Indien, wo von Gandhi ja nicht mehr viel übrig geblieben zu sein scheint.
Das Wichtigste ist wohl die internationale Sicherheit und die Gefahr die von der Hochrüstung ausgeht, hier muss man m.E. vor allem ansetzen, das ist das wohl Anachronistischste und auch insuffizienteste, das, was alle Menschen wohl gleichermaßen stört. Gerade auch dies hängt ja mit den Machtstrukturen zusammen und diese sind eben immer noch national oder auch, beginnend, quasi kontinental, geprägt (EU, Russland, USA, Australien). Da gibt es riesige Unterschiede zwischen den verschiedenen Nationen wie z.B. Lichtenstein, Litauen und den USA und China. Diesen kann man deshalb nicht die gleichen Stimmrechte geben, wie dies in der UN-Vollversammlung heute ja der Fall ist – dann kann man diese sozusagen kaum etwas wichtiges entscheiden lassen – ohne dass ein großer dann evtl. sein Veto einlegt, wenn es ihm nicht so recht gefällt. Die UN-Vollversammlung ist in der wichtigsten Frage, der der Gewaltanwendung, sozusagen entmündigt! Da hat dann nicht nur nicht Lichtenstein, sondern auch Deutschland und Japan und Australien keine Stimme! Nicht SR-Mitglieder können kein Veto einlegen – müssen sich dazu an einen Veto-Staat des SR heften. (Und selbst Herr Steinmeier hat ja doch erkannt, dass die UN Reformbedürftig ist - nur das das nicht nach außen, in die Welt dringt, und dass er keinen stimmigen Reformvorschlag, also keine Lösung, hat, das Problembewusstsein ist, immerhin, nun "schon" bei manchen der Regierenden - die hier und so ja eben von anderen regiert werden - da.
Auch die jüngste EU-Reform zeigte, dass hier nicht das Prinzip ein Land eine Stimme gelten kann. Die Geschichte der Menschheit wiederum zeigt (m.E.), dass auch nicht ein erwachsener Mensch eine Stimme gelten kann. Es gibt einflussreichere, klügere, für das Zusammenleben und die Existenz von Gesellschaften wichtigere und unwichtigere Menschen – vor Gott, vor unserem kollektiven Bewusstsein, sind wir deshalb sicher dennoch alle gleich – die Menschenrechtscharta gilt dennoch für alle - die Realität ist aber doch hart und wird es auch noch bleiben, da wir unser aller Essen und sonstigen Lebensbedarf eben nicht gefahrlos einfach so der Natur zu entnehmen brauchen. Wichtig ist, dass die Kriterien für die Bedeutsamkeit wirklich gute und stimmige sind - also dass die Hierarchie demokratisch legitimiert ist. Erfahrungsgemäß sind die wichtigsten Kritieren hierfür Wissen, Intellekt, Kenntnisse und Fähigkeiten, um auch andere, viele Menschen, versorgen und gut leben lassen zum können. Das äußert sich dann letztlich in so etwas wie dem BSP, dem Wohlstand eines Volkes – wobei hier schon auch sehr zu hinterfragen und zu definieren ist, was da nun unbedingt dazugehört, und was nicht. Muss da ein jedes "Frühchen" mit Riesenaufwand durchgepäppelt werden, aus einem jedem Greis mit Medikamenten und künstlicher Ernährung das Maximum an Lebenszeit rausgeholt werden? (Wo anderswo auf der Welt ja gesund Kinder verhungern!) Ja, auch die Medizin, der materielle Teil davon zumindest, geht ja in das westliche BSP voll mit ein. Wenn alle gezeugten Kinder dieser Welt so durchgebracht werden würden und jeder Alte ein Recht auf solche unbeschränkten und fragwürdigen lebensverlängernden Maßnahmen hätte, dann würde das wohl nicht gehen, und die Umwelt z.B. vielleicht ähnlich belasten, als wenn ein jeder ein Auto fahren würde. Hier, auch hier, müsste also eine Absprache erfolgen, was weltgesellschaftlich, in gewissen Grenzen, für alle sinnvoll und erwünscht ist, und was nicht. Bei der Steuerung der Vermehrung sind wir dann auch in einem Kernbereich. Da gibt es ja unterschiedliche Strategien, hab ich den Eindruck. Die bisherige, natürlichere wohl auch, ist, man, manche, die Gesündesten, die Stärksten, die sich in Wettbewerben durchgesetzt haben, schaffen sich, gesellschaftlich sanktioniert (im Rahmen einer Ehe), so viele Kinder an wie halt entstehen und wie sie mit ihrem Netzgwerk durchzubringen meinen. Durch natürliche und soziale Prozesse, auch Hungersnöte, Wirtschaftskrisen, Revolten und Kriege, kommt es dann zur Dezimierung der Bevölkerung, machmal auch übremäßig, die Gesündesten oder Klügsten, oder wer eben auch Glück hatte, kommt dann durch, und nur wer sich dann die Basis für eine Zukunft schaffen kann, wird und kann und darf sich dann weitervermehren, also eine Familie gründen. Im westlichen Sozial- und Menschenrechtsstaat hat man ja, zumindest in der Theorie, jegliche Möglichkeit der sozialen Bevölkerungskontrolle außer Kraft gesetzt, und das kann, in Verbindung mit einer gesetzlich-staatlichen Vollkasko-Absicherung auch nicht wirklich funktionieren, wie dies die Haushaltsdefizite auch eindrucksvoll zeigen. Musste sich Friedrich Schiller noch mühen, endlich eine Stelle zu bekommen, damit er eine Familie gründen kann, seine Freundin also heiraten konnte, eine Wohnung hatte, die Familie, also Frau und ein evtl. Kind ernähren konnte, so muss sich einer, der heute nicht arbeiten will, weil es vielleicht zu stressig ist, nicht rechtfertigen, warum er für die Aufzucht seiner Kinder das Geld anderer in Anspruch nimmt – das ist deren Menschenrecht! In andere Kulturkreisen, so dem Islam, aber auch dem frühen Christentum, hat bzw. hatte man für solche Fälle Spenden und Mildtätigkeit, Charity – damit eben ein bewusster Missbrauch nicht möglich ist, damit solche Menschen eben auch ihre Hilfsbedürftigkeit und Abhängigkeit klar gemacht wird. Nur wer mehr hat, als er selbst verbraucht, kann anderen etwas geben – wer einen Anspruch auf Hilfe hat, kann diesen aber nicht einlösen, wenn keiner mehr da ist, der ihm etwas abgeben kann. Hieran hinkt die Menschenrechts-Ideologie, die auch in diesem Schreiben sich ausdrückt. Nein, nicht jeder Mensch soll sich frei vermehren, das muss sozial abgesprochen werden! Wer es dennoch tut, der muss mit sozialer Kälte rechnen und mit einem Fehlerfolg bei der Aufzucht bzw. dem Aufwachsen seines Nachwuchses. Und deshalb ist der heutige westliche Sozialstaat ja auch nicht das Unding, wie er manchmal dargestellt wird, trotz der höchst bedenklichen Beförderung der Superreichen – auch die Armen haben hier, wie gezeigt, Möglichkeiten, die schier unglaublich sind – und nutzen diese auch! Wenn Du nichts kannst außer Kinder in die Welt zu setzen – dann kannste das hier tun. Aber wie gesagt, diese Staaten sind eigentlich ja fast pleite, real, vor allem aber auch in diesem Punkte moralisch, und deshalb kann man dieses Modell auch nicht der Welt überstülpen, an einen solchen Kommunismus kann keiner glauben, gerade die wirklich Armen nicht, und auch der Endzeitprophet Jesus hat solches nicht gefordert und vorgelebt. Gerade er hat sich ja nicht vermehrt, aus einer partiell auch gut begründeten Zukunftsangst heraus letztlich. Wer sich in einer Hilfssituation noch Kinder anschafft, der demonstriert damit ja seine Potenz – nicht seine Hilfswürdigkeit! Deshalb muss man diesen, da dies ja kein von außen kommendes Schicksal, wie eine Krankheit oder ein Unfall, ist, die Hilfe dann sofort entziehen, denn nochmal: Der oder die sich Vermehrende ist nicht hilfsbedürftig – er demonstriert allen anderen seine Stärke! (Damit es nicht nur wegen fehlender Verhütungsmittel dazu kommt, sollte man einem jeden, ggf. auch kostenlos, Verhütungsmittel zur Verfügung stellen!) Die Masse der westlichen Bürger verhält sich hier ja nun aber anders, eher wie Jesus, scheint mir. Die meisten, die verantwortlich denkenden schaffen sich zumindest nur Kinder an, wenn sie selbst meinen, diesen eine gute und sichere Zukunft bieten zu können - sie setzen hier also nicht allein auf den Sozialstaat und seine Kinderförderung. Und so haben wir dann die kuriose Situation, dass ein gesellschaftlich voll integrierter westlicher Ingenieur sich nur ein Kind anschafft, ein über Jahr auf der Flucht sich befindender Afghane, der, arbeitslos von einem Flüchtlingslager ins andere gezogen ist, dort dennoch sich 5 Kinder angeschhafft hat, wie mir gesagt worden ist. Soll der Ingenieur nun auf Teile seines Lohnes verzichten, damit es den Kindern des Afghanen besser geht? Eine solche Verteilerei ist nicht sinnvoll und kann nicht Sinn und Zweck der UN sein. Hier ist weiterhin Freiwilligkeit angesagt. Kinder sind in erster Linie Sache der Eltern und ihrer direkten Netzwerke.
Diese Frage hängt aber eben sehr eng mit der UNO und ihrer Aufgabe, Friedens- und Wohlstandssicherung, bzw. Elendsprophylaxe, zusammen - ein jeder muss sich dieser Frage deshalb im Rahmen der UN-Reform stellen - und das ist vielen, -nicht nur den Muslimen, sondern auch manch linkem illsusionistischen Gutmensch - , wohl etwas unangenehm. Dabei ist es für den Friedenserhalt von größter Bedeutung, wie dies die Untersuchungen von Prof. Gunnar Hansohn, mit dem Youth-bulge, der zur Gewalt führt, ja auch klar aufgezeigt haben.
Nun aber zur strukturellen UN-Reform. Zum einen müssen die Aufgaben der UNO klar und z.T. neu definiert werden, ihr auch endlich die Möglichkeiten im Sinne eines Weltstaates gibt. Also: Weltstaatsanwaltschaft und Weltgericht für gesellschaftlich organisierte oder nationalstaatlich geduldete Menschenrechtsverbrechen, aber auch für globalen Umweltfrevel oder systematische (geduldete) Verstöße gegen neu zu schaffende Weltsozialregeln und Standards. Zur Durchsetzung dieser Ziele, zur Verhinderung von Kriegen also auch, muss sie aber, wie ein jeder Staat, auch selbst bewaffnet sein, und zwar stärker bzw. besser als alle anderen, als alle ihre Untereinheiten! Ein Weltstaatsexekutive muss anders aussehen als die eines Nationalstaates - gleichwohl wäre dies ein deutlich waffenärmerer Zustand als die Summe der heutigen Waffen! Man hätte so mehr Sicherheit mit weniger Waffen - aber eben mit mehr Gesetzen und Regelungen für alle.
Rein politisch muss, um hier eine staatliche Demokratisierung vornehmen zu können, dann das Stimmrecht nicht mehr nach dem Prinzip ein Land eine Stimme vergeben werden! Vielmehr ist hier auch die Wirtschaftskraft zu bedenken, ist die Einhaltung der sozialen und Umweltstandards, sowie der wirklichen Menschenrechte, bei der Stimmvergabe zu berücksichtigen. Ein Aggressor und Menschenschlächter darf hier quasi keine Stimme bekommen. Undemokratische Regime müssen Abzüge erhalten wie auch Länder, die Umweltvereinbarungen boykottieren. Eine so zusammengesetzte UNO braucht dann, wie die EU oder der föderale Nationalstaat, der ein gutes Modell hierfür ist, auch kein Vetorecht und keinen Sicherheitsrat mehr. Nur, wie im Bundestag, einen Sicherheitsausschuss, in welchem die Spezialisten für Sicherheitsfragen sind – deren Vorlagen dann aber vom Weltparlament, also der Vollversammlung, entschieden werden müssen – und zwar nach einfacher, oder, bei Gewaltanwendungen, vielleicht auch nach Zweidrittelmehrheit – ohne Vetorecht durch irgendjemanden!
Da die USA, Russland und China, GB und Frankreich, z.B., viele andere westliche Staaten so demokratisch bzw. vor allem aggressionsfrei nun auch nicht sind, heißt das nicht, dass sie hier nicht auch einen massiven Abzug bekommen würde - zumindest solange, wie sie an den völlig unliberalen A-Waffen festhalten, die ja, durch die UNO, längst allgemein verboten sind!
Wie kommt man nun dorthin?
Ja, eine große Mehrheit von Ländern sollte eine solche Reform vorschlagen – und machen. Sollen einzelnen Länder, z.B. kleine Schurkenstaaten, dagegen sein, oder auch größere, wie die USA und Russland, so sollte man diese ausschließen, ggf. also eine neue UNO ohne diese Staaten gründen – was sich moralisch in Zugzwang bringen würde. Ich denke aber nicht, dass man hier auf so taube Ohren stoßen würde. Auch die USA haben jetzt ja gemerkt, wie gefährlich und verführerisch, und teuer, es ist, zu meinen, der Stärkste zu sein, alleine den Weltpolizisten abgeben zu müssen, dass die größten und besten Waffensysteme allein eben auch keine ausreichende Sicherheit bringen! Wichtiger sind neue Sicherheitssysteme, sind bessere Regelungen und Kontrollmöglichkeiten eine enge Zusammenarbeit aber eben auch andere Möglichkeiten der Strafe – die aber eben auch verbindlich durchgesetzt werden können müssen. Da kann es nicht sein, dass ein UN-Embargo dann von ein paar Mitgliedern eben illegal ohne Folgen unterlaufen wird, wozu beim Irak bzw. ja auch Deutschland, Frankreich, Jugoslawien und andere gehörten. Nein, auch Russland, die USA, ein jeder Staat muss notfalls gezwungen werden können, sich an die UN-Maßgaben zu halten! Und dazu braucht man derzeit schon die modernen Waffensysteme wie AWACS, Satellitenaufklärung und –Steuerung, moderne Präzisions-Distanzwaffen - nur eben nicht in der Hand einzelner Länder, sondern nur in der Hand internationaler Streitkräfte, die überall auf der Welt ein paar Stützpunkte haben müssen oder eben auch ein paar Flugzeugträger! Da sind dann aber auch Soldaten von allein Staaten mit dabei. Kleinere Konflikte können und sollen natürlich auch unterhalb der UNO gelöst oder eingegrenzt werden, z. B. innerhalb der EU. Dazu braucht die EU (Russland, USA, China, Iran, usw. usf.) aber keine Waffensysteme mit globaler Reichweite - ein EU-Panzer darf dann eben nur so und so weit schießen und fahren können, ein UN-Panzer und Flugzeug aber deutlich mehr! Auch muss die Anzahl abgestimmt sein, damit die UN-Stützpunkte nicht einfach eingenommen werden können. (Die Anzahl der Soldaten des Stützpunktlandes sollte in Schlüsselpositonen deshalb auch deutlich geringer sein als die anderer, um einen inneren Coup zu verhindern.)
Nehmen wir mal das Existenzrecht Israels und das Palästinas. Eine schwierige Frage immer noch. Hier könnte man sich einen UN-Flugzeugträger oder Stützpunkt sogar mit ein paar A-Waffen vorstellen, damit die Überzahl von evtl. Gegnern in nächster Nähe von einem Angriff sicher abgeschreckt wird. Wenn man sich dann arrangiert und stabilisiert hat, kann und muss man diese abziehen. Und man kann mit dem gleichen Stützpunkt und der gleichen Besatzung sowohl Israel als auch Palästina schützen! Auch wäre man, im Gegensatz zu den USA, von beiden gleichermaßen (leichter) anerkannt.
Wir brauchen aber eben nicht mehr diese Menge an A-Waffen, und ein paar wenige kleinere, dürfen, in einer Übergangszeit, nicht in der Hand einzelner Staaten sein! Der Grossteil der Nato-Technik, ohne die meisten A-Waffen wie gesagt, müsste zum Kernbestand der UN-Sicherheitskräfte werden, auch GPS sollte der UN untestellt werden.
Der Zins wiederum muss m.E. nicht abgeschafft werden. Man kann so dann aber, durch die Durchsetzung von gewissen Umwelt- und Sozialstandards, übermäßige Profite zu Lasten armer Menschen verhindern auch kann man die Reichen so endlich wirklich suffizient besteuern, (auch bei der Erbschaftssteuer), da das scheue Reh Kapital dann nicht mehr in die bewussten Systemlücken, Schweiz, Lichtenstein oder in die dritte Welt fliehen kann! Auch muss man Finanzspekulationen nicht verbieten, ihnen aber einen klaren Rahmen zuweisen und kann auch diese besteuern. Dazu kann man ja immer eine Rahmengesetzgebung machen, wo man hie und da also ein paar Spielräume gibt. Vor allem kann man so aber, a la EU, auch eine Weltstrukturpolitik machen, die die Entwicklung nicht allein den Kapitalinteressen überlässt, sondern auch andere Aspekte berücksichtigt.
Zur Bodenfrage: Ja, es wäre sinnvoll, den Boden nur noch zu verpachten, zumindest den landwirtschaftlich nutzbaren. Auch müssten, ein für allemal, die letzten Urwälder und Naturschutzgebiete, bis auf weiteres absolut sicher festgeschrieben werden. Es geht dann eben auch nicht mehr, dass sich eine Bevölkerung vermehrt, indem sie einfach die letzten Urwälder abbrennt. Wenn man keine andere Ernährungsbasis vorher findet – soll, ja darf man sich eben ganz einfach nicht vermehren – sonst kommt es leicht zum gefährlichen stärkeren Bevölkerungsüberschuss, der eben meist gewaltsam abgebaut worden ist!
Nochmal zum Zwang und zum Übergang auf solch ein System: Nur wer in einer solchen neuen Ordnung mitmacht soll auch von ihr profitieren können. Wenn z.B. ein Land nicht mitmacht genießt es auch nicht den Schutz und das Wohlwollen der anderen Länder - sondern muss die teure Selbstverteidigung sich leisten, was ihm einen starken Wettbewerbsnachteil bringen würde. Nordkorea, Iran oder Kuba dürften sich dies also von daher sehr wohl überlegen. Aber auch die USA - nach jüngsten Erfahrungen aber auch aus moralischen und logischen Überlegungen heraus. Und wie gesagt: Lichtenstein hat dann vielleicht 1 Stimme, die USA hätten aber, eine Schnappszahl ca. 1000, China aber auch nur 800, weil die Wirtschaftskraft noch zu gering ist. Die Stimmkraft wird zudem dynamisch, also, nach bestimmten Kriterien, quasi kontinuierlich, an die veränderten Daten angepasst. Am besten steht da, wer ohne die Natur zu schädigen das Meiste für möglichst viele Menschen rausholt... (Aber gut: Die Urvölker müssten hier ja eigentlich den größten Naturbonus bekommen - und der müsste eigentlich ja sehr hoch angesetzt werden...!)
Hauptgrundlage für den Stimmschlüssel müsste die Bevölkerungszahl erwachsener Menschen und die "Wirtschaftskraft" sein, modifiziert durch Menschenrechts-, Sozial- und Umweltfaktoren. Danach müsste auch der Beitrag festgelegt werden, nur wer diesen, wenn er es denn kann, zahlt, sollte auch die volle Stimmkraft und den vollen Schutz erhalten. Unveränderbar ist aber eine stimmige und gute Menschenrechtscharta! Neu ist, dass sie erstmals auch konsequent durchgesetzt werden würde und dass ein jeder dafür auch etwas, nämlich Steuern, zahlen muss. Von nichts wird nichts - auch nicht im Weltstaat!
Wenn es früher noch nicht zu solch einem Weltstaat gekommen ist, dann lag dies wohl daran, dass man damals, bisher, noch nicht die Mittel hatte, die Welt zusammenzuhalten. Heute, im Zeitalter der globalen Informationstechnik, der Satellitenbeobachtung, des weltweiten Handels und Ortswechsels in großen Dimensionen, sieht das anders aus. Kurzum, und das stimmt auch mit Marx überein: Eine Weltwirtschaft braucht und schafft sich eine Weltregierung - und zwar eine suffiziente!