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Schockierend: Das Patent auf Schweine ist erteilt

Autor: He-Ka-Te • 17. Juli 2008

Das ursprünglich von Monsanto eingereichte Patent auf ein Schweine-Gen, nun aber - durch Kauf - im Besitz von Newsham Choice Genetics, wurde vom Europäischen Patentamt erteilt.

Das Patent umfasst die Erzeugung schnell wachsender Tiere in der Schweinemast. Allerdings hätte es noch gar nicht zu einer Entscheidung kommen dürfen, da die Formulierung wegen Unklarheiten vor der Großen Beschwerdekammer liegt und eine Entscheidung diesbzgl. nicht vor dem Jahr 2009 zu erwarten ist.

Schockierend ist die Erteilung auch deshalb, da unabhängige Labore - beauftragt von Greenpeace - feststellten, dass die patentierten Gene in allen europäischen Schweinerassen vorkommen. Durch das erteilte Patent sind somit nicht nur die Schweine Eigentum der Firma Newsham Choice Genetics, sondern es umfasst auch deren Nachkommenschaft. Die patentierende Firma kündigte eine enge Kooperation mit Monsanto an.

Greenpeace wird Einspruch gegen das Patent einreichen, weil es gegen die Patentrechte verstößt.

Weitere Informationen:
Greenpeace Pressemitteilung
Greenpeace Nachrichten
Patent beim EPA
Kuh ist nicht gleich Kuh, gleich Schwein

Video: Die Arme Sau (WDR)

http://video.google.com/videoplay?docid=-5599944742624470002&hl=de

Quelle: http://www.radio-utopie.de/




Aktion zur Rettung gentechnikfreien Saatgutes
30.04.2007

Wahlfreiheit in Sachen Gentechnik fängt beim Saatgut an. Deshalb unterstützt foodwatch Aktionen der Initiative "Save our Seeds", die sich für gentechnikfreies Saatgut einsetzt. 
Dokumente & Links

Aktionskarte aus den foodwatch-Nachrichten (04/2003) (227KB)

Initiative Save our Seeds (SOS)

SOS-Aktion: Petition für gentechnikfreies Saatgut

SOS-Aktion: Bantam

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Im Herbst 2004 stand eine wichtige Entscheidung zum Thema Gentechnik an: Die damalige EU-Umweltkommissarin Margot Wallström wollte von der europäischen Kommission am 08.09.2004 einen Vorschlag zur Kennzeichnung von Saatgut absegnen lassen. Dieser sah unter anderem vor, dass bis zu einem Grenzwert von 0,3 Prozent Verunreinigungen von herkömmlichem Saatgut mit gentechnisch modifizierten Organismen (GMO) oder Teilen davon zulässig seien. Dies sollte sowohl für Mais als auch für Raps gelten. Obwohl die Mehrheit der europäischen Bürger jedwede Verunreinigung von Saatgut ablehnt.

Erfolg bei Eilaktion gegen Pläne der EU

Kurz vor der Neubesetzung der Kommission im November 2004 sollte hier noch eine Regelung durchgedrückt werden, die danach nur noch sehr schwer zu kippen gewesen wäre. In einer Eilaktion forderte foodwatch per Newsletter dazu auf, die Petition von Safe our Seeds zu unterstützen. Per E-Mail forderten viele Bürger die EU-Kommissare auf, eine so weitreichende Entscheidung nicht noch in letzter Minute zu treffen. Der Protest hatte Erfolg: Die Entscheidung wurde in letzter Minute von der Tagesordnung genommen und verschoben. foodwatch-Mitglieder hatten die Forderungen von Save our Seeds bereits im Herbst 2003 unterstützt und eine Protestkarte aus dem Mitgliedermagazin, den foodwatch-Nachrichten, an den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder geschickt.

Der Vorschlag der EU-Kommission ist jedoch bis heute noch nicht vom Tisch. Deshalb wendet sich Save our Seeds mit einer Petition an die EU-Kommission. Jeder Bürger kann diese im Internet unterzeichnen und die EU-Kommission auffordern dafür zu sorgen, dass die Reinhaltungsvorschriften für nicht gentechnisch verändertes Saatgut grundsätzlich keine Verunreinigung mit GVOs zulassen. foodwatch beteiligt sich an der Aktion als Unterstützer-Organisation.Bantam-Mais anbauen

Wer ein praktisches und lebendiges Zeichen gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais setzen will, kann sich an der Aktion "Bantam-Mais" von Save our Seeds beteiligen. Die Idee ist einfach: Alle, die einen Garten, Acker oder Balkon haben, können mitmachen und den samenfesten Süßmais "Golden Bantam" pflanzen. Dann wird Ihnen das Recht zugesprochen, genau zu erfahren, wer in der Nachbarschaft Gentechnik-Mais anbaut. Nach dem neuen Gentechnikgesetz soll dieses Recht bald nur noch Landwirten oder Imkern mit einem "berechtigten Interesse" zustehen. Außerdem muss ihr Mais vor der Verunreinigung durch Pollenflug von gentechnisch verändertem Mais geschützt werden - in unmittelbarer Nähe darf es also keine Felder mit Gentechnik-Mais geben. 

http://www.foodwatch.de/kampagnen__ themen/gentechnik/saatgut_debatte/index_ger.html




Eiskalt: US-Konzerne profitieren von Nahrungsmittelknappheit
05 Mai 2008 
 
Die Getreidepreise sind rapide angestiegen
 

Steigende Preise für Grundnahrungsmittel bedrohen derzeit die Existenz von Millionen Menschen auf der ganzen Welt, während multinationale Nahrungsmittelkonzerne von der Krise profitieren.
Ein Grund für die wachsenden Gewinne ist die gestiegene Nachfrage, die vor allem durch den Biotreibstoff-Boom und die Produktion von Fleisch hervorgerufen wird. Zur sprunghaften Steigerung der Nahrungsmittelpreise haben auch Spekulanten nicht unwesentlich beigetragen, berichtet die Zeitung The Independent on Sunday.        In Washington hat bereits die Commodity Futures Trading Commission Anhörungen abgehalten, um der Frage nachzugehen, inwieweit Spekulanten für die Preissteigerung verantwortlich sind.

Index-Fonds Investitionen in Korn und Fleisch haben sich im letzten Jahr fast verfünffacht, berichtet AgResource, ein US-Marktforschungsunternehmen. Auch Bob Watson, leitender Wissenschaftler am Department for Environment, Food and Rural Affairs, identifiziert Spekulanten als einen wichtigen Faktor für die Preissteigerung. Die rapide ansteigenden Kosten für Grundnahrungsmittel bringen arme Menschen in große Schwierigkeiten. Diese müssen auch unter normalen Umständen bereits 80 Prozent ihres Einkommens für ihre Ernährung aufwenden.

Der Konzern Monsanto konnte im Vergleich zum Vorjahr seine Nettoeinkünfte in den drei Monaten bis Ende Februar auf 1,12 Mrd. Dollar mehr als verdoppeln. Archer Daniels Midland, einer der weltgrößten Verarbeiter von Soja, Mais und Korn, konnte seine Gewinne in derselben Zeitperiode um 42 Prozent steigern.
Mehr als verzwölffacht haben sich die Einkünfte des weltgrößten Düngerproduzenten, der Mosaic Company, in diesen drei Monaten. Dank einer Düngerknappheit konnte das Unternehmen seine Einkünfte von 42,2 Mio. Dollar auf 520,8 Mio. Dollar hochschrauben. Durch den Mangel an Düngemitteln haben sich die Preise dafür teilweise verdreifacht. Dies trifft besonders Entwicklungsländer hart, die nun die geplanten Erntesteigerungen nicht in die Tat umsetzen können.

Quelle:

http://schweizmagazin.ch/news/337/ARTICLE/4027/2008-05-05.html


Darum unsere Forderungen:

-  Sofort in Kraft tretende Auflagen, um Hunger und Unterernährung auf dem ganzen Globus zu beseitigen.

-  Schuldenerlass für alle Länder per gemeinsamer Definierung nach BIP,  Rohstoffen und Aufwendungen.

-  Ausschluss der Lebensgrundnahrungsmittel und Wasser von jeglichen gewinn-maximierten Wirtschafts-Prozessen. Diese werden als Grundrecht eingestuft. Verboten wird der Missbrauch eines Grundnahrungsmittel zur Herstellung von Treibstoffen und Bioenergie.

-  Genereller Ausstieg aus der Gentechnologie sowie ein sofortiger Stopp der Ausbreitung von gentechnisch verändertem Saatgut.-  Einbindung des Geldsystems in den demokratischen Prozess, sowie sofortige Aufhebung des Zinsgeldsystems.

-  Grossflächige Umstrukturierung der Börse und das Totalverbot von Geldspekulationen.

-  Gemeinschaftliches Erstellen einer weltökonomischen, regional ausgerichteten Wirtschaft im Bienenwabensystem. Es braucht eigenständige Wirtschaftsbereiche, die jedoch miteinander handeln und kommunizieren können. Bei Verstoss gegen gemeinsam definierte Abmachungen, gilt das Vetorecht der Weltgemeinschaft.


Am obigen Beispiel sehen Sie, dass alle diese Forderungen zusammenhängen. Solange diese Probleme nicht angegangen sind, werden die Probleme zunehmen.

Humans Hope






Was macht synthetische DNA im Blut?

Brigitte Zarzer 07.12.2005

Nachweis von Gentech-DNA aus Monsanto-Mais in Tierorganen und -blut wirft viele Fragen aufItalienische Forscher fanden bei Fütterungsversuchen mit Schweinen Bruchstücke des synthetischen Gens der Gentech-Maissorte MON810 aus dem Hause Monsanto in Blut, Leber, Milz und Nieren. Jetzt stellt sich die Frage, welche Auswirkungen synthetische DNA aus gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln auf Mensch und Tier haben könnte.

In Informationsmaterialen über Gentechnik und Lebensmittel wird häufig betont, dass genetische Information (DNA) aus der Nahrung im Magen- und Darmtrakt vollständig abgebaut wird. Das konnte bisher tatsächlich gesagt werden, räumt auch die österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000 ein. Denn lange Zeit konnte die Sequenz der synthetischen Gene gentechnisch veränderter Organismen (GVO) nicht nachgewiesen werden. Allerdings vermuteten einige Wissenschaftler, dass es nur eine Frage der Zeit sei, eine Frage der Verfeinerung der Nachweismethoden, bis auch Sequenzen gentechnisch veränderter Pflanzen (GVP) im Blut gefunden werden würden.

Das Team um Raffaele Mazza von der Universität Piacenza (Italien) führte einen fünfunddreißig Tage dauernden Fütterungsversuch mit Schweinen durch. Die Studie wurde von Monsanto unterstützt. Dabei wurde eine Gruppe der Versuchstiere mit konventionellem Mais gefüttert, die andere mit der gentechnisch veränderten Monsanto-Sorte MON810. Beobachtet wurde die Präsenz von Pflanzen-DNA in Blut, Leber, Milz und Nieren. Die Monsanto-Sorte MON810 zählt zu den insektenresistenten Gentech-Pflanzen. Für diese Art der gentechnisch veränderten Pflanzen nutzen Forscher die Erbinformation eines Bodenbakteriums, die ins Genom eingeschleust wird. Der GV-Mais produziert dann selbst Giftstoffe, die gegen Schadinsektbefall wirken sollen. Bei MON810 handelt es sich dabei um die transgene DNA Cry1A(b).

Die wissenschaftlich inzwischen begutachteten Ergebnisse (Assessing the transfer of genetically modified DNA from feed to animal tissues, Mazza et al. 2005 – Anm. Das wissenschaftliche Dossier liegt der Redaktion vor) des italienischen Forscherteams zeigten, dass Cry1A(b) nicht vollständig im Magen- und Darmtrakt abgebaut wurde. Fragmente fanden sich in Blut, Leber, Milz und Nieren. ...

Lesen Sie den ganzen Artikel auf:      http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21517/1.html



Gen-Technik erzeugt und verbreitet Plasmide


Vor der so genannten Gen-Technik dagegen, die von mehr als 70 Prozent der Bevölkerung abgelehnt wird, kann sich niemand mehr schützen. Denn die Anwesenheit von Nukleinsäure in Kreisform, in Lebens- und Nahrungsmitteln, genannt Plasmide, welche bei Kontakt den Zellkern zerstört, muss nicht deklariert werden. Diese politische Entscheidung, dass die Anwesenheit von Plasmiden in Lebens- und Nahrungsmitteln nicht deklariert werden muss, die von der Partei der Grünen, die vorgegeben hat, den Menschen und die Umwelt zu schützen, als Erfolg gefeiert wurde, bewirkt, dass sich kein Mensch mehr der Zerstörung des Zellkernes durch die Pharmaindustrie entziehen kann.

So dürfen zum Beispiel unter dem neuen BIO-Label der EU, welches in Deutschland zur Anwendung kommt, offiziell bis zu 0,9 Prozent der verwendeten Zellen Gentechnik, also aktivierte Nukleinsäure in Plasmid-Form, enthalten. Das bedeutet in Praxis, dass in einem Bissen einer Speise leicht mehrere zehntausend zellkernauflösende Plasmide enthalten sein können. Selbst das darf dann noch als BIO bezeichnet werden.
Der Demeter-Verband wollte da auch nicht hinten anstehen und hat den Demeter-Landwirten nun erlaubt, zum Füttern der Tiere 30 Prozent EU-BIO-Futter einzusetzen. Demeter-Produkte zerstören nun auch den Zellkern. Ein individuelles Ausweichen oder Rettung vor dem Wahnsinn, wenn sich nicht Entscheidendes ändert, ist nicht mehr möglich.

Weltweit wird schon auf über 110 Millionen Hektaren aktivierte Nukleinsäure, unter der Tarnung Gen-Technik, freigesetzt, bei massiver Zerstörung der Existenzgrundlage der Landwirte, was in Indien zu einem Massen-Selbstmord der betroffenen Landwirte geführt hat. In Europa befindet sich Deutschland im Plasmid-Freisetzen auf Platz Zwei hinter Spanien. Selbst Milliardäre können sich der Zellkernzerstörung durch Gentechnik nicht entziehen, denn Plasmide enthaltende Pollen sogenannter gentechnischer Pflanzen werden weltweit durch die Atmosphäre getragen.

Warum Gen-Technik?
Nach außen hin wird die Gen-Technik mit der dreisten Lüge begründet, dass man in der Lage sei, damit bessere Pflanzen und Produkte herzustellen und schwere Krankheiten besser zu verstehen und zu behandeln, was in keinem einzigen Fall beweisbar ist. Gen-Technik ist nicht einmal in der Lage, ein so kurzes Eiweiß-Stückchen wie das Insulin herzustellen.
Die behauptete gentechnische Herstellung des Insulins ist im Vergleich zur Herstellung tierischen oder humanisierten Insulins extrem viel aufwändiger und resultiert in einem höchst verunreinigten und uneinheitlichen Eiweiß-Gemisch, mit dramatischen Folgen für die Konsumenten.

In Wirklichkeit wurde die sogenannte Gen-Technik deswegen eingeführt, weil man damit das bisherige Patentrecht aushebeln konnte, um immer mehr Landwirte und Nationen in der Monopolisierung zu enteignen.

Angetrieben werden die Beteiligten, bis hinunter auf die Ebene der Horden williger Studenten an den Universitäten, von der Geld-Gier und Karriere-Geilheit und der dramatischen Dummheit des Aberglaubens, Gott spielen zu können. Mein Lehrer, der Biochemiker Erwin Chargaff, warnte in seinem Buch "Das Feuer des Heraklit" bereits im Jahre 1979 vor der Zerstörung des Lebens durch die Manipulation am Zellkern.

Lesen Sie den ganzen Artikel auf: http://www.faktuell.de/content/view/2160/1/




Robins Film arbeitet mit bisher unveröffentlichten Dokumenten und Stellungnahmen von Wissenschaftlern, Vertretern von Bürgerinitiativen, Politikern sowie Vertretern der staatlichen Food and Drug Administration (FDA) der USA. Die Verbreitung genmanipulierter Pflanzen, so die Journalistin Robin, sei ihrer Meinung nach nur „durch Manipulation und Intrigen“möglich gewesen. Der weltweiten Zulassung der patentierten Pflanzen hätten „keine ernst zunehmenden wissenschaftlichen Tests“ zugrunde gelegen. Inzwischen ist der Film wieder bei Genfood abrufbar und schaut Euch z.B. den folgenden Film zu der Firma Monsanto an, den arte neulich gesendet hat: “Monsanto, mit Gift und Genen”oder lest folgenden Artikel auf biosicherheit.de:"Biologische Sicherheit InternationalBt-Mais                                      http://genfood.wordpress.com/2008/05/30/video-monsanto-mit-gift-und-genen-2/




Internationales Notkomitee zur Erhaltung der Weizenvielfalt ohne Gentechnik 2008-04-13

Aufruf des Internationalen Notkomitees zur Erhaltung der Weizenvielfalt ohne Gentechnik

Weltweit versuchen Saatgutkonzerne, die Kontrolle ueber die Kulturpflanzen, welche die Ernaehrungsgrundlage der Weltbevoelkerung sind, in ihre Hand zu bekommen. Patente, Gentechnik, angebliche geistige Eigentumsrechte und der Ausschluss von nicht staatlich anerkannten Sorten sind einige der Instrumente, die von ihnen erfunden wurden, um aus Saatgut eine Ware zu machen und das baeuerliche Recht auf eigenes Saatgut zu zerstoeren.

An Stelle der urspruenglichen regionalen Vielfalt von Pflanzen beherrschen einige Hochleistungssorten den Markt, die nicht mehr an regionale und klimatische Bedingungen anpassungsfaehig sind und nur kuenstlich mit chemischen Duengemitteln, Herbiziden und Pestiziden wachsen. Fuer die Entwicklung neuer Sorten ist in jedem Fall der Rueckgriff auf die Urspruenge der Kulturpflanzen notwendig und wer keinen Zugang zu diesen Herkuenften hat, befindet sich in vollstaendiger Abhaengigkeit weniger Konzerne.

Die wichtigsten Sammlungen von alten Kulturpflanzen, die bisher oeffentlich zugaenglich waren, befinden sich in den staatlichen Genbanken. Auch diese Sammlungen sind heute in Gefahr.

150 BaeuerInnen, GaertnerInnen und WissenschaftlerInnen aus 25 Laendern und vier Kontinenten haben sich im Mai 2007 mit dieser Frage in Halle auseinandergesetzt.

Die Konferenz hat festgestellt: Entweder werden die staatlichen Genbanken aus Mangel an Geld Schritt fuer Schritt abgebaut und die vorhandenen Kollektionen gehen verloren, oder die Regierungen investieren aus oeffentlichen Mitteln Geld, um die Genbanken fuer die Forschung der Gentechnikindustrie zugaenglich zu machen.

Ein konkretes Beispiel dafuer ist die deutsche Genbank des Instituts fuer Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben, eine der groessten Genbanken weltweit. Von ihr werden jaehrlich rund 15.000 Saatgutproben in die ganze Welt verschickt.

Seit ueber zehn Jahren werden mit den Pflanzen der Sammlungen in Gatersleben gentechnische Versuche durchgefuehrt, zunaechst in den Labors, dann in Gewaechshaeusern und inzwischen auch auf den Feldern der Genbank, die eigentlich fuer den Erhaltungsanbau von alten Sorten notwendig sind. Im Herbst 2006 hat die Genbank, soweit bisher bekannt, die ersten Freisetzungsversuche mit gentechnisch veraendertem Weizen durchgefuehrt.

Deshalb haben wir auf der Tagung in Halle beschlossen, ein Notkomitee zu gruenden und die bedrohten Sorten ausserhalb der Genbank zu erhalten. Rund 12.000 verschiedene Weizen sind in Gatersleben in Kuehltruhen gelagert. Ungefaehr alle zehn Jahre muessen die Saatgutproben ausgesaet werden, damit die Keimfaehigkeit erneuert wird. Dann besteht die Gefahr, dass sie gentechnisch verunreinigt werden. Wir muessen also jedes Jahr die entsprechenden Sorten aus der Genbank holen und selbst anbauen. Unser Ziel ist es, die aus der ganzen Welt in Gatersleben zusammengetragenen Sorten wieder in ihre Herkunftslaender zurueck zu bringen. Dafuer suchen wir Menschen in der ganzen Welt, die in ihrem Garten oder auf einem Stueck Land eine, zwei oder mehrere Sorten anbauen und erhalten koennen. Die Genbank stellt jeweils nur einige Gramm Samen zur Verfuegung, die auf ein bis zwei Quadratmetern ausgesaet werden koennen. Es ist nicht notwendig, die Samen jedes Jahr auszusaeen, um ihre Keimfaehigkeit zu erhalten. Trocken und eingefroren koennen sie drei bis vier Jahre gelagert werden. Wir liefern mit jeder Saatgutprobe eine Anleitung fuer den Umgang damit. Im Oktober 2007 haben wir die ersten 400 Weizensorten von der Genbank erhalten und bereits viele Menschen in Deutschland, der Schweiz und Frankreich gefunden, die sie anbauen werden. In diesem Jahr werden wir weitere Sorten aus Gatersleben holen und suchen noch weitere MitstreiterInnen, so lange die Genbank die Gentechnikversuche weiterfuehrt.

Als Folge dieser Initiative erwarten wir uns eine breite Diskussion ueber die Notwendigkeit, die Erhaltung der Pflanzenvielfalt wieder den baeuerlichen Gemeinschaften zurueckzugeben.

Interessierte wenden sich bitte an das

Internationale Notkomitee
c/o Hof Ulenkrug, Stubbendorf 68, 17159 Dargun
Tel. 039959-23881, e-mail: ulenkrug@t-online.de

Der Bericht ueber das Saatgutseminar in Halle (72 Seiten A5) kann in Deutsch, Englisch und Franzoesisch ebenfalls bei uns bestellt werden.

Sie können ihn in deutscher Sprache

unter folgendem Link herunterladen

Dokument zum Downloaden: Fuer die Erhaltung der alten Sorten